sven regener bloggt mal wieder, ich finde das begrüßenswert, zumal er sehr produktiv ist, ich komme gar nicht hinterher mit dem lesen! bis “mindestens” übermorgen gehts noch weiter.
eigentlich hatte dem traum-themeneintrag in angemessenem, aber nicht zu langem abstand einer folgen sollen, der sich musiken widmet, die das wörtchen “schlaf” im titel tragen (erst JETZT fällt mir auf, dass ich mich hier den unsitten des hiesigen popkulturellen mainstream angepasst und ausschließlich die deutsche und englische sprache berücksichtigt habe; auf französisch fiele mir AUF ANHIEB sofort ein weiteres, sehr gutes lied ein).
einleitendes, pseudopersönliches blabla:
früher konnte ich im grunde immer einschlafen, wenn es abend genug war. ob mich die sorgen oder schuhe drückten, ob ein freudiges oder unschönes ereignis bevorstand; ganz egal, ich schlief ein und durch. mittlerweile ist das anders, gelegentlich liege ich stunde um stunde wach und zermartere mir den schädel über mein verkorkstes dasein. da mich zur zeit eine erkältung plagt, durchwachte ich neulich die nacht hustend und rotzend, in den kurzen schlafintermezzi träumte ich mich in den film der mond und andere liebhaber und wer den film kennt, wird wissen: das ist auch nicht NUR schön.
es müssen dann doch noch ein paar worte zu soap&skin gesagt werden.
nachdem mir die paar aus musikblogs zusammengeklaubten “promo”stücke nicht mehr gereicht haben, habe ich, wild und kurzentschlossen, das album gekauft. in düsterer pracht lag es vor mir:
dass sie (anja plaschg, durchaus nicht gleichzusetzen mit soap&skin, so stehts irgendwo, sie selber habe es gesagt) bei daniel richter malerei studiert hat, verwundert, mich jedenfalls, nicht so sehr. jedoch soll dies, wie immer, kein öder artikel mit hintergrundinformationen werden, die kann man sich zb hier (da gehts zugleich noch um rose kemp und marissa nadler) besorgen.
ein pappschuber ist das, hinten ist er gelb-orange, in blockschrift stehen die titel drauf. die pappe ist nicht mit irgendwas glättendem beschichtet, glänzt also nicht. nimmt man die eigentliche hülle aus der uneigentlichen heraus, hat man ein sogenanntes crystalcase vor sich, auf dessen vorderseite spiegelverkehrt nochmals die titel in blockschrift gedruckt sind. die cd selbst ist ebenso gelborange wie die rückseite des pappschubers und nicht bedruckt (bis auf die üblichen infos in ganz kleiner schrift am rand), außen hat sie einen schwarzen rand und innen auch. die rückseite glänzt nicht etwa silbrig sondern ist ebenfalls schwarz. nun sind das alles hübsche gestaltungsmerkmale, aber nichts was einem wie mir, dessen regale vor schön gestalteten cds und büchern und japanischen schälchen nur so bersten, den hocker unterm hintern wegrisse.
schaut man jedoch zufällig IN den schuber hinein, sieht man, dass auf die innenseite die texte gedruckt sind und irgendein weiteres artwork, welcherlei, lässt sich nicht feststellen, weil der schuber, wie es sich für einen ordentlichen schuber gehört, nicht auseinanderfaltbar ist oder sowas, er ist sauber verleimt oder verschweißt oder verzaubert, was weiß ich. das finde ich die wunderbarste idee seit! in dem oben verlinkten artikel wars glaube ich, wo stand, popmusik brauche geheimnis und verzauberung. ganz genau so ist es. natürlich nicht nur popmusik sondern alle kunst, vielleicht sogar überhaupt alles. so wird es wohl (hoffentlich) ein geheimnis bleiben, ob dieses wunderbare, an radioheads kid a gemahnende (nur ließ sich da das geheimnis ja lüften, ohne irgendwas kaputtzumachen), absichtlich entstanden ist oder aus einer schusseligkeit heraus. eigentlich ist es auch ganz egal, mir-gemäßer gehts kaum.
danke, danke, vielen dank!
ps: das cover sieht “in echt” wesentlich anders aus als auf dem bild.
hochverehrte leserschaft!
es ist mai, der sommer ist vorbei, ich habe immer noch kein telefon zuhause und auch kein internet, demzufolge schreibe ich dies von der uni aus, aus einem unruhigen, hässlich beleuchteten raum des hochschulrechenzentrums. man verzeihe mir daher eventuell mangelnde qualität.
und fehlende ausführlichkeit.
schön wars, auf dem weg von nienburg an der weser nach bremen auf einer treppe zu sitzen im eingangsbereich des regionalexpress(es?), der sich immer weiter mit fans von werder bremen füllte und sich mit den anderen nicht-fußballfans blicke zuzuwerfen, schmunzelnde blicke wegen der höchst mittelmäßigen scherze, die da immer gerissen wurden. um ein haar laut aufgelacht hätte ich aber bei der folgenden scherzfrage: weißt du, wer jetzt zusammen ist?
bzw eher bei der antwort darauf: die augenbrauen von deiner mudder!
aus irgendwelchen gründen habe ich ein faible für “deine mudder”-sprüche. am liebsten mag ich es, wenn man einfach nur “deine mudder!” sagt. hohes abstraktionsniveau!
weniger schön war dann, als ich im zug von bremen nach hamburg saß. ich hatte gut gegessen bei einem der beiden asiatischen imbisse im bremer bahnhof, hatte mich an einen tisch gesetzt, der offenbar normalerweise den angestellten gehörte. ich hatte gegessen und bald hatte sich mir gegenüber ein mann hingesetzt, der bis kurz davor gerichte zubereitet und geschirr gespült hatte. beim dönerladen nebenan ließ er sich einen teller mit fleisch, salat und tsatsiki (???) geben, von seiner kollegin ein schälchen gebratene nudeln. die wurden mit den auflagen des tellers vermengt und gegessen.
im zug setzte ich mich nach oben auf einen vierer und bald setzte sich unweit von mir ein mit dem handy telefonierender mann. er beschrieb ausführlich die krankheit seiner im sterben liegenden mutter. als er damit fertig war, wurde das begräbnis geplant. ob onkel horst nicht noch adressen habe von einzuladenden menschen oder vielleicht tante kriemhild.
das war eher unangenehm.
unter uns wurde derweil zum tanz aufgespielt: eine gruppe junger männer hatte eine gitarre dabei, auf die wurde eingedroschen und dazu irgendwas gebrüllt. naja, um ehrlich zu sein: spielen konnte der spieler schon, nur konnten die anderen nicht singen, es schien mir auch eher eine bierselige angelegenheit zu sein.
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