heute habe ich mir beim versuch, kreativ zu sein, in den daumen geschnitten. es hat sehr geblutet, ist zwischendurch beim kistenpacken (ich ziehe nämlich gerade um) wieder aufgegangen und zigarettendrehen fällt fast schwerer als ganz zu anfang. aber glück im unglück: es hätte auch, dachte ich mir kurz darauf, nachdem ich einen schönen fleck auf den teppich geblutet hatte, ins auge gehen können (in echt jetze) oder ich hätte mir gleich ein ganzes stück finger abgeschnitten.
auch sonst geht nicht alles so, wie ich es gern hätte, manches dafür erstaunlich glatt.
und schon wieder entdecke ich so schöne musik!
shirley & dolly collins - nellie the milkmaid (vom wirklich absolut umwerfenden album anthems in eden, das erste stück ist 28 minuten lang und eins von wenigen stücken vergleichbarer länge, die ich mir gern mehrmals hintereinander anhöre)
im übrigen lese ich gerade dietmars daths für immer in honig und bin wieder ziemlich begeistert. mehr sage ich aber diesmal nicht, der letzte eintrag zu dath war schon schlimm genug.
und ich freue mich sehr auf meine unglaublich dekadente neue wohnung!
das war auf der russendiskoparty hier, eine wirklich fantastische party, die beste, die ich in den zweieinhalb jahren hier erlebt habe. (ich wars nicht, ich habs nur fotografiert!) (das ist übrigens, falls das nicht jedem offensichlich ist, eine bierflasche.)
ich habe erzählt, dass ich, seit ich diese spinne hier in meinem zimmer habe herumlaufen sehen, jeden abend arg zusammenfahre, wenn die bettdecke oder der bezug oder die knöpfe am bezug oder der reißverschluss am bezug meine füße kitzelt. dann muss ich mehrfach mit den unterschenkeln die decke lüften und schütteln, bevor ich mich einigermaßen beruhigt zur ruhe lege.
gerade las ich von einem, der beim essen so lang als möglich kein messer benutzt. so gehts mir auch! allerdings nicht, wie er, um es hernach sauber wieder in den kasten oder was legen zu können, sondern “einfach so”.
auch schön:
Ich werde rot und nervös und befürchte Unhöflichkeiten anderer Zuhörerer, wenn ich Leuten beim Singen zuhören muss, die’s nicht besonders gut können. Zur Sicherheit singe ich selbst auch nie, um anderen Leuten dieses Gefühl zu ersparen.
eine große erkältungswelle ist über meinen bekanntenkreis hereingebrochen; ich dachte noch, ich könnte nach irgendwohin ausweichen, es war jedoch eine mächtige und große welle, verschont blieb nur, wer etwa einen neoprenanzug trug, um im bild zu bleiben.
das ist ärgerlich, weil ich so zb eine party verpassen musste, auf die ich mich schon seit wasweißichwann freue und außerdem, weil ich bald umziehe und derweil eine nicht gerade arbeitsunaufwändige aufgabe für die uni zu erledigen habe. da diese auch noch mit kreativität zu tun hat, reicht es nicht, sich “einfach zu zwingen”.
wäre dies das intro-forum, ich würde schreiben, man solle mal wieder eine lanze brechen für element of crime (oder so). da dies nicht das intro-forum ist und ich dem intro-forum hoffentlich endlich endgültig den rücken gekehrt habe, schreibe ich lieber, dass meine bewunderung für element of crime während der letzten wochen immer weiter am wachsen ist.
ein lied, das mir ein unerwartet debiles lächeln ins gesicht gezaubert hat ob seiner ausgefuchst- und ausgebufftheit, seines auf-alles-scheißenden arrangements, seiner oppulenz und gleichzeitigen lofi-charmes -
aber was rede ich:
zufällig las ich in der zeitschrift prisma das horroskop der woche vom 17. bis zum 23. januar und fast wäre hier ein wortspiel angebracht, das dem wort horroskop an einer bestimmten stelle ein r hinzufügt. als beispiel mein eigenes horroskop, für das sternzeichen schütze:
wie man’s macht, macht man’s verkehrt. sie fühlen sich nicht geliebgt, wenn sie alles dürfen, was sie wollen. sobald man sie aber an die kandare nimmt, werden sie schnippisch.
oder skorpion:
sie suchen eine starke hand, die ihr ego wieder auf vordermann bringt. das geht nicht! elefanten lassen sich nicht ausrotten, indem alle porzellanläden geschlossen werden.
zuletzt noch jungfrau:
häuslichkeit ist eine ihrer vermeintlichen stärken. sie backen sich eine idylle zusammen, die vor lauter harmonie tropft, aber weder aufgeht noch schmeckt.
ich habe lang kein horroskop mehr gelesen, aber ich dachte, das sei eine unumstößliche regel, dass da IMMER und AUSCHLIESSLICH positives drinsteht. und hier ja fast schon beleidigend! finde ich ganz gut, erinnert mich an leo leowalds pessimistischen hno(?)-arzt (den ich jetzt aber nicht extra raussuche und verlinke) oder auch an heinz strunks “ausrastenden” zugbegleiter.
zum schluss noch ein schönes lied von den hier schon häufiger zu ehren gekommenen my brightest diamond:
*kleines update ca drei stunden später: “horoskop” ist eins der wörter, die ich schon immer falsch geschrieben habe, nämlich mit einem r zuviel. früher habe ich bei “war” bzw “wahr” immer das h entweder weggelassen oder zur unrechten zeit gesetzt, ich weiß es nicht mehr. mit “rhythmus” hatte ich auch immer meine probleme.
**kleines update am 11.2.: das lied hat jetzt auch einen link. hätte man mich ruhig mal drauf aufmerksam machen können, dass der fehlt!
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