per kopfhörer gerade so laut zu hören, dass es noch nicht schmerzt.
Freitag, 28. November 2008, 06:00 | kein kommentar
element of crime - bis du zu mir kommst (an einem sonntag im april)
element of crime - bis du zu mir kommst (an einem sonntag im april)
wenn man sagt, dass man von mia. das eine oder andere lied gut findet, macht man sich bei den meisten menschen ein bisschen “zum horst”. das liegt zum einen an dem deutschland/-tümelei kuddelmuddel von vor ein paar jahren, zum anderen daran, dass es seit spätestens 2004 (”geile zeit”, “perfekte welle”, “symphonie”) als unschick, musikgeschmacklos und doof gilt, deutsche popmusik mit sängerin, die im radio gespielt wird, zu hören. viele der leutchen mit den scheelen blicken kennen von mia. aber höchstens eine handvoll lieder.
damit das nicht so bleibt, gibts hier jetzt zwei eher nicht so bekannte zu hören:
mia. - hoffnung (pauken & trompeten remix)
zum teil sehr gut finde ich das album zirkus.
hier ist immernoch baustelle, der header und ein paar kleinigkeiten stehen noch auf der pflichten-liste.

vorgestern waren woven hand zu gast in bielefeld. ziemlich kurzfristig habe ich mich entschlossen, dann doch hinzugehen. es war mäßig gefüllt.
irgendwann rauschte eine dame in schwarzem bodenlangem kleid mit transparenten ärmeln, die dafür glitzerten, an mir vorbei und auf die bühne. da ich gesessen hatte, erhob ich mich (u.a. um besser zu sehen). die dame hatte etwas unheimliches an sich, vor allem im gesicht. sie ließ sich von diesen gedanken aber nicht beirren, fuhrwerkte eine zeitlang auf der bühne herum und stellte sich dann mit ihrer gitarre vor den verstärker, es rückkoppelte und rose kemp, denn die war es natürlich, störte sich nicht daran. die rückkopplung wurde immer lauter, einzelne gäste (der altersschnitt wird so bei 40 (!) gelegen haben) hielten sich die ohren zu, es ertönten erste pfiffe. ich aber war einigermaßen gebannt, denn rose kemp begann zu singen oder auch zu schreien, allerdings in kein mikrophon sondern da wo sie stand: mit dem rücken zum publikum vor dem verstärker. man hörte ein ganz kleines bisschen, verzerrt und ein bisschen aus einer anderen welt. irgendwann war das vorbei, spärlicher applaus. sie stellte sich kurz vor, rose kemp aus dem norden englands, dann weitere musik, der eindruck des unheimlichen wuchs, besonders bei instrumentalpassagen. sie erinnerte mich sehr an einen indianer, besonders nobody aus dead man. das dilemma löste ich, indem ich entweder die augen unscharf stellte (neue vahr süd) oder mir das publikum ansah. ich war lange nicht mehr so begeistert von einem konzert gewesen wie von dieser unheimlichen frau mit der gitarre. eine sehr sehr ausdrucksstarte und auch wandlungsfähige und eindringliche stimme. dazu nur die elektrische gitarre, mal verzerrt, mal nicht.
gestern informierte ich mich ein bisschen und so schreibt bspw die spex über das neue album, dass es live dann doch besser funktioniere (gestern ein aufschrei der begeisterung: rose kemp als band im januar in bielefeld!), auf dem album sei es überproduziert. ich konnte mir schon nicht vorstellen, dass da überhaupt noch was dazu, es war GENAU RICHTIG.
hier gibts ein interview, wo man zb die über ihre black metal einflüsse lesen kann, was mir alles ein bisschen einleuchtender macht. auch interessant zu wissen, dass sie in bristol lebt und tochter von zwei steely span mitgliedern ist. ja, ja, ich habe auch schon interessante sachen gewusst. aber ganz uninteressant ist es doch wohl nicht!

dann woven hand. mein letztes konzert in hamburg war enttäuschend gewesen, zu hardrockorientiert, zu laut auch, zu wenig melodie. ganz anders diesesmal. zwar dominierten die gitarren, zwar waren diese gitarren “kein bisschen leise”, zwar glich david eugene edwars’ gesang zwischendurch manchmal eher einem gebrüll, zwar haute auch der schlagzeuger die meiste zeit über ordentlich zu - aber trotzdem wars ganz anders als bisher.
eine neuerung war - ich konnte es leider nicht sehen - entweder der untere teil einer orgel oder ein sampler. die meisten stücke gingen ineinander über und zumeist war eine art orgel zu hören (auf der folklore gibts das manchmal oder es klingt aufgrund der harmonien ähnlich; an denke zb an “horse head fiddle”), manchmal sang dee dazu allein. die meisten lieder wurden, was mich freute, in teilweise komplett neuem “gewand” dargeboten. es gab, eine weitere neuerung, ein lied mit bandoneon (leider nur eins): american wheeze. bühnenpräsenz natürlich beeindruckend und gefangennehmend wie immer, gesagt wie immer fast nichts (einmal aber einen dank an uns, dass wir an einem mittwoch (sic) hergekommen seien um sie zu hören. und dann “it’s a pleasure” auf das obligatorische “thank YOU!” aus dem publikum. nehme ich ihm auch ab. in vielen interviews kommt seine auffassung seines berufes zur sprache: er ist musiker, weil er musiker ist. nicht, weil er da besonders große lust drauf hat oder sonstwas, sondern weil es seine aufgabe ist, musik zu machen. das wiederspricht einerseits vielleicht dem “pleasure”, jedenfalls auf den ersten blick, andererseits würde ich denken dass ein bäcker, der sich zum bäcker berufen fühlt, lieber (und natürlich auch besser) brötchen backt als einer, den es irgendwie in diesen beruf verschlagen hat.), am ende der übliche applaus ins publikum und gen himmel, eine geste, die mir immernoch sehr gut gefällt.

rose kemp - flawless (live bei den sogenannten “black sessions”)
rose kemp - nanny’s world (auf dem album unholy majesty)
rose kemp - fire in the garden (live)
woven hand - quiet nights of quiet stars (vom aktuellen album ten stones, einem sog. grower)
woven hand - tin finger (vom album consider the birds)
fallen sie nicht (aus allen wolken zb), rutschen sie nicht aus, machen sie sich nicht schmutzig, haften sie für ihre kinder, verletzen sie sich (und andere natürlich auch) nicht, passen sie auf!
und: hören sie mal!
die hagedorns - baustelle (konnte man sich früher mal auf megadavid.de, einer sehr zu empfehlenden seite übrigens mit allerlei schelmereien und trudeldei, runterladen. mittlerweile kann man cds von den hagedorns kaufen.)
tom waits - what’s he building in there (vom album mule variations)
ai phoenix - elvis (vom album lean that way forever, das hier im moment mindestens einmal täglich läuft, meistens öfter)
outrigger - elvis (ich habe keine ahnung, was das ist und wie es auf meine festplatte gelangt und ich möchte an diesem zustand nichts ändern)
gillian welch - elvis presley blues (vom album time (revelator))
helge schneider - love me tender
helge schneider - casenclow (beide von der cd hefte raus - klassenarbeit!)
nun wünsche ich ein schönes wochenende. man könnte sich zb passenderweise den selbstverständlich fantastischen film mystery train von jim jarmusch ankieken.
oder schauen, was es sonst so für elvisthematische lieder gibt.
zunächst ein paar fotos, sind schon ein paar wöchelchen alt.




mitte oktober war katharina saalfrank, mindestens genauso bekannt unter dem pseudonym “die supernanny”, bei uns in der uni zu gast und hat sich den überaus kritischen (…) fragen der studierendenschaft gestellt. ich habe das audimax noch nie so voll erlebt, es war voller als bei der vollversammlung gegen studiengebühren.
letzte woche war ich erkältet, da habe ich immer mal ein bisschen schlag den raab geschaut und sehr nett war diese sendung: stefan raab und der kandidat haben sich sehr gut verstanden, was ein bisschen lustig wirkte, manchmal haben sie sich sogar gegenseitig tipps gegeben oder jedenfalls über lösungsmöglichkeiten gefachsimpelt. und sich nach den spielen nicht nur die hand gegeben sondern sich sogar so halb umarmt. bringt warme stimmung ins wohn- oder arbeitszimmer in diesen kalten zeiten.
kalte zeiten? dazu das wunderbarste zwarwald-gschichtchem seit langem, in dem herbstliche melancholie bis depression auf wunderbarste weise dargestellt wird:
wird ihnen schon geholfen?
und wo ich nun schon bei tendenziell düsteren stimmungen bin (unpassenderweise scheint hier gerade die sonne auf die blinden fenster und taucht das zimmer in weißlich-gelbes licht), könnte ich erwähnen, dass ich in den letzten wochen die tindersticks wieder hervorgekramt habe, zunächst aus den tiefen meines gedächtnisses und dann aus dem schrank.
tindersticks - tiny tears (von album 2nd album)
tindersticks - bathtime (von wunderbaren album curtains)
tindersticks - the not knowing (vom album the 1st album)
wie ich durch den stets am puls der zeit befindlichen jan weiß, gabs das neulich auf arte zu sehen und das gibts jetzt auch online zu sehen, allerdings, wie es scheint, nur bis kommenden donnerstag den 13. 11., nehme ich an.
interessant fand ichs und sympathisch und lustig und unerwartet. heinz strunk, das weiß die regelmäßige leserin, mag ich sowieso sehr gern und hp baxxter irgendwie auch, vielleicht seit er mal von tommy wosch interviewed wurde und das ziemlich lang und ziemlich ernsthaft. oder ich habe ihn anderswo gesehen und gehört, außerhalb seiner eigentlichen beruflichen tätigkeit als schreihals.
gleich zu anfang improvisiert (?) heinz strunk auf der querflöte ein solo auf einen scootertrack und man muss sagen: es passt und geht ab wie -. klingt allerdings durch den hall ein bisschen zu sehr nach panflöte.
später gehts zu pirate style in der innenstadt und noch später in eine kleine eckkneipe in pöseldorf, deren namen ich mir nie gemerkt habe, obwohl ich viele viele jahre mehrmals die woche daran vorbeigelaufen bin. ich wusste auch nie, dass das so eine promiabsteige ist, obgleich es sich eigentlich aus der geographischen lage ergibt.
überhaupt ist das oft ein bisschen irritierend, wenn hamburg im fernsehen kommt. nicht in irgendwelchen serien oder so, sondern in sowas wie interviews etwa. an gegenden wie st. pauli oder auch altona, hafen, st. georg hat man sich gewöhnt. meinetwegen auch an die innenstadt. aber weniger berühmte ecken? da zucke ich doch immer mal zusammen.
in der kneipe wird viel geredet, durchaus ernsthaft, heinz strunk erzählt immer wieder aus seinem, zu anfang ja nicht gerade angenehmen, leben und h.p. hört sich das an. gemeinsamkeiten entdeckt man - natürlich - immer wieder über die musik, den verlauf der karriere usw.
und als kleines schmankerl noch: heinz strunk wird auf der buchmesse interviewt.
so, nun also doch nochmal mit den beatles.
Männlich oder Weiblich: this boy
Beschreibe dich: i am the walrus
Wie denken Andere über dich: nowhere man
Wie denkst du selbst über dich: girl
Beschreib deine(n) ex-Freund(in): i forgot to remember to forget
Beschreibe deine(n) momentane(n) Freund(in): got to get you into my life
Beschreibe wo du gerne wärst: i’ll be on my way
Beschreibe wer du gerne wärst: some other guy
Beschreibe deinen Lebensstil: a day in the life
Deine Arbeit: don’t bother me
Deine Stadt: with a little help from my friends
Wo siehst du dich selbst in 10 Jahren: things we said today
Eigenschaft, die du an Menschen schätzt: words of love
Eigenschaft, die dich nervt: i me mine
Beschreibe wie du liebst: every little thing
Lebensmotto: getting better
Ziel/Wunsch für 2009: two of us
Und zuletzt, ein paar Worte der Weisheit: i just don’t understand
bei jan habe ich einen kleinen fragebogen gesehen, dessen fragen man mit liedtiteln der lieblingsband (bzw der “band des lebens”, wie es anderswo hieß) zu beantworten hatte. band des lebens wären vielleicht die beatles, aber das mit der band des lebens habe ich erst gesehen, als ich schon fertig mit ausfüllen war, also bleibts dabei: einmal sopor aeternus und einmal tom waits. woven hand und/oder 16 horsepower (und noch andere vielleicht) müssten natürlich eigentlich auch dabei sein, aber da ging das nicht so gut mit den titeln. ich habe übrigens die langfassung verwendet.
sopor aeternus & the ensemble of shadows
männlich oder weiblich: drama der geschlechtslosigkeit (pt. 2)
beschreibe dich: the sleeper
wie denken andere über dich: has he come to test me?
wie denkst du selbst über dich: our lady of the broken hearts
beschreib deine(n) ex-freund(in): consolatrix has left the building
beschreibe deine(n) momentane(n) freund(in): no-one is there
beschreibe wo du gerne wärst: eldorado
beschreibe wer du gerne wärst: the virgin queen
beschreibe deinen lebensstil: if loneliness was all
deine arbeit: the inexperienced spiral traveller (a fragment)
deine stadt: the encoded cloister
wo siehst du dich selbst in 10 jahren: in an hour darkly
eigenschaft, die du an menschen schätzt: ein freundliches wort… (… hat meine seele berührt)
eigenschaft, die dich nervt: some men are like chocolate…
beschreibe wie du liebst: may i kiss your wound
lebensmotto: we have a dog to exercise
ziel/wunsch für 2009: something wicked this way comes…
und zuletzt, ein paar worte der weisheit: va(r)nitas, vanitas… (…omnia vanitas)
(bei den videos vielleicht einfach nicht hinsehen, zum teil sind das schon sehr kitschige oder sonstwie doofe sachen, die sich die fans da so ausgedacht haben. manches ist aber auch ok.)
männlich oder weiblich: a good man is hard to find
beschreibe dich: bad liver and a broken heart
wie denken andere über dich: what’s he building in there?
wie denkst du selbst über dich: i’m still here
beschreib deine(n) ex-freund(in): watch her disappear
beschreibe deine(n) momentane(n) freund(in): who are you?
beschreibe wo du gerne wärst: no one knows i’m gone
beschreibe wer du gerne wärst: alice
beschreibe deinen lebensstil: i don’t wanna grow up (auch eins der tollsten musikvideos)
deine arbeit: books of moses
deine stadt: we’re all mad here
wo siehst du dich selbst in 10 jahren: ice cream man
eigenschaft, die du an menschen schätzt: kommienezuspadt (sic)
eigenschaft, die dich nervt: trampled rose
beschreibe wie du liebst: blind love
lebensmotto: jesus gonna be here
ziel/wunsch für 2009: i’ll take new york
und zuletzt, ein paar worte der weisheit: god’s away on business
wer gefallen gefunden hat, soll selbstverständlich musik kaufen.