dälek, deichkind, dendemann

Montag, 31. März 2008, 11:17 | kein kommentar

dälek habe ich auf einer zeitschriftencd entdeckt. ich weiß nicht, ob mir das label ipecac, auf dem die erschienen, damals schon ein begriff war, wenn ja, wäre das sicher noch ein zusätzlicher anreiz gewesen, die cd haben zu wollen. ein sehr düsterer, bedrohlicher, maskulin klingender hiphop voller seltsamer industriegeräusche. irgendwann kaufte ich dann die cd, bis dahin hatte ich nur das eine stück rauf und runter gehört, speak volumes.
ich glaube, von der cd war ich dann sehr enttäuscht, bis heute kenne ich nach wie vor nur speak volumes und das untypische antichristo:


dälek - antichristo (vom album from filthy tongues of gods and griots)

ich mochte ehrlich gesagt damals bon voyage, den hit mit nina mc, ziemlich gern. sonst mochte ich deichkind eher nicht so besonders. keine ahnung, was ihre zweite cd dann in meinem besitz macht. während meines einjährigen aufenthaltes in berlin fuhr ich ziemlich häufig mit ic oder ice auf staatskosten nach hamburg und wieder zurück. auf einer dieser fahrten sah ich deichkind betrunken im speisewagen. ich blieb eher unbeeindruckt.


deichkind - da wo (vom album noch fünf minuten mutti, das teilweise immerhin ziemlich lustig ist)

auch sehr lustig ist das video von dendemann zu 3 1/2 minuten

hier ist seit gestern der frühling ein- oder auch angebrochen. gestern waren es tagsüber irgendwann mal länger 19°, mit sonne. heute sind es nur noch 11°, keine sonne, aber es fühlt sich trotzdem sehr warm und nach frühling an. ich hätte lust auf ein eis.

cake & calexico

Sonntag, 30. März 2008, 11:48 | 2 kommentare

meine erste erinnerung an cake ist das video zu never there

bei freunden sah ich es, später in den sommerferien im haus der eltern meiner ersten freundin nochmal. gebannt saß ich vor den fernsehern und wartete, dass irgendwas gutes kam, cardigans, placebo, cake, radiohead. ich kaufte mir glaube ich ziemlich schnell die passende cd und die habe ich kürzlich mal wieder gehört und war ganz erstaunt, wie gut die noch immer ist, fast jedes lied darauf ist wirklich sehr sehr gut. ich würde sie nicht zu meinen lieblingsplatten zählen, weil mich die musik nicht besonders “berührt”, aber es ist eine sehr gute platte, wirklich.
wie, vermutlich, alle platten von cake. später gesellten sich bei mir noch die fashion nugget (die mit “i will survive”) und die comfort eagle dazu. und letztens habe ich in einem laden in noch eine andere reingehört. und ich muss sagen: ich glaube, cake haben die ganze zeit über immer nur ein album gemacht, halt mit verschiedenen liedern jedes mal. aber eigentlich doch immer das gleiche? sicher sind die älteren alben eine spur rockiger und bluesiger und weniger poppig. und man sieht es ja auch am cover. die stilistische ähnlichkeit, meine ich.
normalerweise bin ich geneigt, eine band in so einem fall nicht mehr ganz so “ernst zu nehmen”, aber in dem fall nicht. ich erfreue mich an den sich stark ähnelnden aber nur höchst langsam verbrauchenden liedern.

hier mal das video zu “friend is a four letter word” (hat der sänger selber gemacht)

und hier noch ein lied ohne video

cake - hem of your garment (vom kracher (sage ich aber hauptsächlich, weil es mein cakeeinstieg war) prolonging the magic)

ein anderes album, das ich lange zeit nicht beachtet habe, ist “feast of wire”. ich glaube sogar, ich habe es irgendwann gekauft, dann bestenfalls einmal gehört und seitdem schleppe ich es von stadt zu stadt. das habe ich nun auch mal gehört und bin recht begeistert, ganz besonders von einem lied.


calexico - woven birds (vom album feast of wire)

lustig auch, wie das alles zusammenfällt: das wiederentdecken der alben. die namen der bands im alphabet (als ich noch bei meinen eltern wohnte, hatte ich meine cds alphabetisch sortiert. da standen die vermutlich dann auch immer nebeneinander). sogar die zeit, in der ich zum allerersten mal von denen hörte, dürfte die gleiche gewesen sein. die extrem wiedererkennbaren cover.

cake haben eine homepage (auf der mich umschauend ich gerade festgestellt habe, dass cake “nur” fünf alben zu haben scheinen, nicht, wie ich dachte, ca zehn)
calexico auch
calexico sind bei myspace
cake auch

313

Freitag, 28. März 2008, 21:42 | kein kommentar

in hamburg habe ich ganz viel erlebt. zum beispiel habe ich juno geschaut und war und bin ganz begeistert, weil das so ein ungewöhnlicher und unaufgeregter und irgendwie leiser film war, was grauenhaft klingt. den dylanfilm habe ich auch gesehen und war enttäuscht. nur cate blanchett hat sich so richtig gelohnt, finde ich. vielleicht waren meine erwartungen zu hoch. ich war ein bisschen gelangweilt und möglicherweise auch überfordert von den vielen vielen verschiedenen dingen, die man in gänze vermutlich nur dann zu verstehen in der lage ist, wenn man das gesamtwerk dylans einigermaßen kennt.
außerdem haben wir uns am ostersonntag auf dem weg zum traditionellen osterspaziergang in harburg im helmsmuseum die daniel richter und jonathan meese ausstellung angesehen, peitsche der erinnerung hieß die. war auch eher so mittel, ein bisschen lustig vielleicht:


wenn man da drauf klickt, sollte man auch den text lesen können.

fotos hab ich noch ein paar mehr gemacht, schau mal:

ich habe mir feuchtgebiete von charlotte roche gekauft (als hörbuch komischerweise noch einen euro billiger), weil ich so begeistert von allem war, dass ich darüber gehört und gelesen hatte. jetzt mal schauen, ob das buch das hält.

ein stückchen musik gibts auch mal wieder:


the beatles - you know my name (look up the number) (von der single “let it be”)

das ist ganz am ende der beatles…”ära”, wo es alles ein zank und streit und unterkühlte gruselstimmung eigentlich ist, die meiste zeit (zu sehen im großartigen film “let it be”, ich glaube, den gibts nicht so richtig zu kaufen, aber vielleicht irgendwo als stream).

zugfahrt (am anderen ort)

Samstag, 22. März 2008, 15:17 | kein kommentar

im ersten zug auf der fahrt von bielefeld nach hamburg war es sehr voll. es war einer diesen kurzen s-bahnartigen züge mit klappsitzen in den türbereichen. ich war froh, noch einen solchen zu ergattern. sogar neben mir war frei, so dass ich meine eine tasche und meine andere tasche einigermaßen komfortabel abstellen konnte. ich vertiefte mich ein ein buch und sah deshalb die sich nähernde dame nicht gleich. als ich sie sah, blieb mir gerade noch zeit, die eine tasche unter ihr wegzuziehen. mit den worten “ah, endlich etwas, was sich stuhl nennt”, die an niemand bestimmten gerichtet waren, setzte sie sich schwungvoll und ohne jede rücksicht auf ihren sitznachbarn (mich). an der nächsten station stieg sie aus und als sie sah, wie voll der bahnsteig war, sagte sie (wieder ohne jemanden anzusprechen, aber laut und deutlich) “na, das wird ja lustig” und lachte einige sekunden vor sich hin.
(max goldt stellt in einem text die frage, was das für leute seien, die in der ersten reihe säßen. zwar gibt er in demselben text die antwort, aber diese dame wäre eine weitere.)
es stiegen allerlei menschen zu, einer davon, eine ältere dame in grau, hatte eine starke schnapsfahne und machte dauernd schnarchgeräusche. sie stand direkt hinter mir und lehnte halb an meiner schulter.

im metronom von bremen nach hamburg gab es kleine haribotüten wegen ostern. als wir noch standen, rief ein mann sehr laut dinge in sein handy, vermutlich war der empfang nicht so besonders. auf einmal BRÜLLTE er geradezu “WAS FÜR EINE SMS?!”, als wäre er aufs übelste beleidigt worden. alles schmunzelte.
später, es war schon dunkel und der zug ziemlich leer, gab es eine durchsage: “linda, meine guteste, kommste mal eben nach vorne?”. alles kicherte.
apropos metronom. vor noch gar nicht so langer zeit fuhr ich regelmäßig mit dem metronom von hannover (über uelzen, der dortige bahnhof wurde von friedensreich hundertwasser “gestaltet”) nach hamburg und zurück. eines rückweg-abends ging in und um hamburg alles drunter und drüber und man musste zunächst mit bussen nach lüneburg fahren. dort dauerte es endlos, bis ein zug kam und als er dann kam, war klar, dass man den letzten zug von uelzen nach hannover nicht mehr erreichen würde. wie reagierte das personal? mit kurzen und unverständlichen durchsagen, mit verschwitzten und genervten schaffnern? nein, es ging ein freundlicher mitarbeiter durch den zug und notierte jedes einzelnen fahrgastes fahrtziel, um “irgendeine lösung” zu finden. die meisten wollten nach uelzen, einige in kleinere orte auf der strecke von uelzen nach hannover und einige nach hannover. in uelzen angekommen traute ich meinen augen kaum: man hatte extra für uns einen zug bereitgestellt, der uns, außerfahrplanmäßig, nach hause brachte.

zu ostern: bach

Donnerstag, 20. März 2008, 15:08 | kein kommentar

was das zerpflücken “klassischer” musikwerke betrifft, bin ich zwiegespalten. nach längerem kopfinternem hin und her habe ich mich nun doch entschieden, hier das eine oder andere stück - oder: den einen oder anderen ausschnitt - der geneigten leser- und hörerschaft vorzustellen.

(eben habe ich versucht, kurz biographisch zu begründen, weshalb mir gerade bach und seine musik so am herzen liegen. aber es wurde schwülstig und verquast, also habe ich es lieber gelöscht.)

das folgende stück ist der johannes-passion entnommen, dem bachschen werk, mit dem ich aufgrund von abituriellen gegebenheiten am besten vertraut bin und das mir (vielleicht deshalb) am liebsten ist. gesungen wirds von countertenor andreas scholl. auch der begleitet mich schon einige jahre und ich werde seiner stimme nicht müde. ich mag das klare, manchmal fast strenge und die beherrschtheit, was vibrato und ähnlichen zierrat betrifft.


arie “von den stricken meiner sünden” aus bwv 245 (in der aufnahme von philippe herreweghe und dem collegium vocale, gent. übrigens eine konstellation, die ich sehr schätze, was die bachschen chorwerke betrifft. es gibt auch noch schöne japanische aufnahmen, ich weiß aber gerade nicht, von wem.)

das zweite ist aus dem oster-oratorium, über das ich allerdings überhaupt nichts weiß (für die wissbegierigen unter euch ist das eh unerheblich, da ich oben in alter tradition mit meinem wissen gegeizt habe). verliere ich also keine weiteren worte, sondern lasse die überaus festliche musik sprechen:


chorus “kommt, eilet und laufet” aus bwv 249 (in der, wie könnte es anders sein, aufnahme von philippe herreweghe und dem collegium vocale, gent)

gern hätte ich nun den bombastischen, düster dräuenden chorus aus der matthäuspassion (bekannt u.a. aus casino von scorsese) noch hinzugefügt, nur leider ist erstens die cd nicht digitalisiert und mein laufwerk will nicht so wie ich und zweitens weiß ich gerade ger nicht, welcher chorus es ist.

so bleibt mir, allen frohe ostern zu wünschen, egal ob das irgendwie begangen wird oder nicht. ich fahre gleich nach hamburg (deshalb dieser beitrag auch so verfrüht).
tipp von mir: mal ein bisschen in der bibel schmökern und nachlesen, was es so auf sich hat mit ostern. muss man ja nicht gutfinden oder glauben, was da steht. aber ein bisschen bibelfestigkeit hat noch niemandem geschadet und ein partyknüller ist es allemal, wenn man zb sagen kann “soll ich den kelch nicht trinken, den mir mein vater gegeben hat?” und dann auch noch weiß, wos steht. (ich empfehle übrigens das johannesevangelium.)

crazy auf dem theremin

Donnerstag, 20. März 2008, 11:59 | kein kommentar

ist das nicht toll?

wikipedia übers theremin
nochmal das original: gnarls barkley - crazy

totenlieder

Mittwoch, 19. März 2008, 21:24 | kein kommentar

heute wirds ein bisschen traurig. nicht weil ich das wäre, sondern weil dieser eintrag schon seit einiger zeit darauf wartet, geschrieben zu werden. und das nahende osterfest ist ja auch eher morbide.
anlass war, dass ich einige zeit lang sehr häufig im bestatterweblog gelesen habe. ich schrieb damals schon was dazu, meine meinung hat sich ein bisschen geändert, glaube ich, der autor wird mir immer sympathischer.

und da dachte ich, könnte ich auch mal auf die wunderwunderwunderbare compilation dead & gone #2 - totenlieder / songs of death hinweisen (teil 1, trauermärsche ist sicherlich auch toll).

gemacht wurde die von der wirklich fantastischen, großartigen, formidablen, einzigartigen - und was der superlativartigen adjetive mehr sind - plattenfirma trikont. die machen sehr viele compilations mit musik, die ein wenig abseits des mainstream liegt und dort erscheinen die alben von künstlern wie etwa funny van dannen oder m.a. numminen. menschen mit auch nur einem funken interesse an außergewöhnlicher musik sollten sich mal ein wenig auf der trikont seite tummeln, in mehr oder weniger alles kann man reinhören und man wird aus dem staunen und schwärmen nicht mehr herauskommen.


confraternite delle voci castelsardo - misere funebre (von der cd dead & gone #2 - totenlieder / songs of death)

und damit das lied nicht so allein ist, bekommt es noch ein wenig gesellschaft.


jean ritchie - mourning tears (ist auf dem offenbar in deutschland nicht erhältlichen album the most dulcimer drauf. andere musik von ihr kann man aber kaufen)

die leider ziemlich scheußlich aussehende homepage von jean ritchie


sopor aeternus & the ensemble of shadows - procession / funeral march (vom hervorragenden album dead lover’s sarabande (face 2))

die vollkommen irre myspace seite von sopor aeternus
wikipedia über sopor aeternus

das ist mittlerweile ein bisschen sowas wie meine lieblingsmusik oder jedenfalls -
ich wollte schon sehr lange mal einen ausführlichen eintrag zu sopor aeternus machen, aber es wird und wird und wird nichts und außerdem habe ich ein bisschen sorge, damit leserinnen und leser zu vergraulen, was eigentlich albern ist, weil das hier ja alles nicht kommerziell ist oder so, aber -
vielleicht irgendwann mal.

und als kleinen nachtrag, weils so schön passt, nochmal das lied grüß gott trauer.

dummdreistigkeit im radio

Montag, 17. März 2008, 12:24 | 3 kommentare

bevor ich ins bad ging, wurde im radiowecker eine frau interviewt, die ein buch geschrieben hat, in dem es irgendwie um schwarze deutsche geht. sie sähe es gerne, würde einem schwarzen deutschen eine briefmarke gewidmet. beim ersten beispiel, jemand, der bereits im 16. jahrhundert an der universität halle eine dissertation zum thema schwarze in deutschland geschrieben hat, gehe ich ins bad. den moderator (den ich bisher übrigens seiner angenehmen stimme und art wegen geschätzt hatte) höre ich noch fragen, wo sie DEN denn ausgegraben hätte und sie sagt, der hätte sogar eine eigene statue in halle, den müsse man also nicht ausgraben sondern eher absichtlich ignorieren.
ich komme aus dem bad, mittlerweile hat man das thema offenbar abgearbeitet. der moderator argumentiert zu einem beispiel, das ich nicht gehört habe, das käme doch schon im alten testament vor, das könne doch nicht so schlimm sein. die interviewpartnerin sagt zu recht, da gäbe es noch ganz andere “lustige sprüche” und außerdem würde die bedeutung von wörtern nicht durch deren herkunft hergestellt, sondern durch den sprachgebrauch.
es geht offenbar um beleidigende ausdrücke, die die autorin in ihrem buch aufzählt, aber ungern im interview nennen möchte, um nicht rassismen zu reproduzieren, wie sie sehr einleuchtend ausführt. der moderator fragt aber trotzdem nochmal nach. sie erklärt es geduldig nochmal. und dann? sagt der moderator, sie spreche in ihrem buch vom “n-wort” (die dame bejaht das). sie möchte also nicht, dass “neger” gesagt würde. so sagt es der moderator.
es folgen einige sekunden EISIGEN schweigens, die ich dazu nutze, das radio auszuschalten.

ps: alle ungenauigkeiten und fehlenden namen und daten bitte ich zu entschuldigen, schließlich war ich bei teil eins noch im halbschlaf befindlich und bei teil zwei eben aus dem bad gekommen.
pps: an die germanisten: in welchem wörterbuch müsste ich nachschlagen, um herauszubekommen, welches verb in zusammenhang mit “bedeutung” benutzt werden kann? ich habe länger überlegt, ob man da “konstituiert” sagen kann, war mir schlussendlich aber doch zu unsicher, um es zu wagen und habe das langweilige “hergestellt” genommen (immerhin habe ich da jetzt wieder eine hübsche alliteration stehen). gibt es so ein wörterbuch?

bielefeld hauptbahnhof

Samstag, 15. März 2008, 23:09 | kein kommentar

cocorosiekonzert im mai!

Samstag, 15. März 2008, 11:44 | kein kommentar

großmäulig war behauptet worden, die deutschen herbstkonzerte von cocorosie würden die EINZIGEN für LANGE zeit bleiben, mindestens soundsolang, es wurde in jahren gezählt.
und jetzt?
12.5.2008 in düsseldorf im zakk!
da freue ich mich sehr und das gibt mir anlass -


cocorosie - not for sale (vom (ersten) album la maison de mon rêve)


cocorosie - tekno lovesong (live, glaube ich) (laut der info in der mp3datei heißt das album “white session”, aber ursprünglich ist das lied auf dem (zweiten) album noah’s ark)


cocorosie - raphael (vom (dritten) album the adventures of ghosthorse and stillborn)

cocorosie - hairnet paradise

cocorosie - animals

305

Donnerstag, 13. März 2008, 23:43 | kein kommentar

ulrich greiner schreibt in der zeit von vor ein, zwei oder drei wochen

Übrigens ist das Wort “Chickendöner” sehr schön. Es gibt sie, die multikulturelle Gesellschaft.

(in dem kleinen… ach, ich weiß nie, wie man das nun nennt. glosse? vielleicht. also in dem kleinen artikelchen ging es eigentlich um die schöne möglichkeit der deutschen sprache, substantive aneinander zu reihen. donaudampfschiffahrtsundsoweiter. in dem zusammenhang wurde kurz über das wort “kinderdöner” berichtet.)

computerprobleme und religion

Montag, 10. März 2008, 20:44 | kein kommentar

heute rief ich den hersteller meines notebooks, zepto, an und schilderte mein problem nochmal. am telefon hatte ich wieder (ich hatte bereits kurz nach dem empfang die eine oder andere, eher dumme, frage gehabt) den freundlichen und fidelen sachsen (oder thüringer oder was, ich will mich nicht in die nesseln setzen hier), ich glaube, ich habe schonmal erwähnt, dass ich das sächsische durchaus gern höre. dass vista bei 4 gb speicher die saubere wiedergabe von sound verhindern soll, hielt der für ausgeschlossen. allerdings hatte er auch keine wirkliche idee, vielleicht mal dies versuchen oder jenes, zb irgendein linux. es gibt auch welche, die man gar nicht installieren muss, wo man quasi von cd bootet und dann mal schaut (so habe ich es verstanden). das finde ich gut, aber eigentlich habe ich keine lust auf linux (außerdem tippe ich da immer “linus”). zur not werde ich irgendwann mal, wenn ich mir eine externe festplatte leisten kann, allerlei ausprobieren. zb xp wieder, obwohl ich mich an vista schon so schön gewöhnt hatte und ich an xp eigentlich nur schlechte erinnerungen habe.
dann erzählte er mir noch ein paar anekdötchen, etwa von einem herrn, der mal anrief und sagte, sein notebook gehe nicht, er habe da die mitgelieferte (treiber-)cd eingelegt und es tue sich nichts. wieso wohl? genau, kein betriebssystem mitbestellt!
auf einmal war es still in der leitung und der herr war weg.

später war ich in der uni um zu lesen, vorher noch essen.
zwei dinge sprangen mich an (aus den texten, nicht etwa beim essen):

(…) eine ausgebaute Theorie geschlechtsspezifischer religiöser Sozialisation ist noch nicht in Sicht.

schreibt ich-weiß-nicht-genau-wer im Neuen Handbuch religionspädagogischer Grundbegriffe (kommt mir ein bisschen schäbig vor, bei wissenschaftlichen büchern einen amazon-link zu setzen). vielleicht sollte ich doch in die forschung gehen wollen.
das zweite:

Jungen dagegen betonen häufiger die Größe und Allmacht Gottes (…)

aus dem selben buch.
der grund, dass mir das besonders auffiel, ist schnell genannt, das dahinterstehende wissen (bzw in meinem fall halb- oder eher achtelwissen) allerdings kompliziert hier hinzuschreiben, deshalb lasse ich letzteres bleiben.
das thema, zu dem ich mir in der uni allerlei sachen durchlese, heißt voraussichtlich “feministische theologie im islam als anregung für geschlechtergerechten religionsunterricht”. oder so. ob es überhaupt möglich ist, darüber vernünftige literatur zu finden und ob das nicht vielleicht doch ein bisschen komplex ist, ist hier und jetzt glücklicherweise nicht die frage.
ich glaube zu wissen, dass im islamischen gottesbild die “größe und allmacht gottes” wesentlich mehr im vordergrund steht (auch die unbegreif- und unbeschreiblichkeit). im zusammenhang mit der tatsache, dass die islamische kultur (und theologie) (noch) wesentlich männerdominierter ist als beispielsweise die “westlich-christliche”, scheint mir das zitat sehr interessant. möglich, dass das völlig banal und ein alter hut ist; mir war es neu.

zum wachwerden/-bleiben: 2 lieder

Montag, 10. März 2008, 12:10 | 1 kommentar

gestern tummelte ich mich mixcdherstellenderweise und hörte deshalb mehrfach die großartige merri gail “unchained melody” singen, das hatte ich hier schonmal gepostet. und wieder fragte ich mich, wo ich das wohl herhätte (damals hatte ich gemutmaßt, vermutlich von dort, hatte mir offenbar aber nicht die mühe gemacht, herauszufinden, ob dem wirklich so sei (grammatikalisch grenzwertig, würde ich finden)) und diesmal machte ich mich auf die suche. meine vermutung von damals stimmte und was machte meine müden augen schlagartig überaus munter? da gab es noch viel, VIEL mehr!
zum beispiel dies:


merri gail - oo-lee, oo-lee, papa, oo-lee
einen ziemlichen haufen weiterer lieder gibts hier. besonders die wunderbare version von unchained melody sollte sich jeder herunterladen, der sie noch nicht hat!

das zweite fand ich ziemlich zufällig, als ich bei elbo.ws stöberte. ich habe von claire diterzi noch nie auch nur irgendwas gehört, aber was ich in diesem beitrag las, ließ mich ausreichend neugierig werden, mir das mal anzuhören und ich war sofort feuer und flamme. ihre homepage (mit einem weiteren hörbeispiel) tat ihr übriges, jetzt will ich das UNBEDINGT haben, aber scheint es hier gar nicht so ohne weiteres zu geben, das album!


claire diterzi - l’odalisque (vom album tableau de chasse, ich verlinke das mal in der hoffnung, dass amazon da irgendwann zu potte kommt…)

sonntägliches allerlei

Sonntag, 9. März 2008, 17:20 | 2 kommentare

natürlich habe ich bezüglich des problems in diversen foren nachgefragt. ich war eigentlich ganz guter hoffung, dass wenigstens IRGENDWAS käme. kam aber nicht, außer, ausgerechnet, im intro-forum. da sagte man mir, das sei möglicherweise ganz normal unter vista, das schlucke so viel speicher, dass eine normale soundausgabe nicht möglich sei, selbst mit leistungsstarkem prozessor. das kann und WILL ich nicht glauben. zumal es zu anfang ja ging und jetzt auch. zwar nicht so wie ich will, aber es knackst nichts.
ich höre also über die einigermaßen kläglichen lautsprecher des laptops musik und zwar mal wieder auf etwas seltsame art: ich sortiere die mp3s alphabetisch nach titel und picke mir da mehr oder minder wahllos was raus, durchaus auch viel, was ich nicht kenne oder lang nicht gehört habe. das macht nicht wenig spaß.
so bin ich zum beispiel einigermaßen unverhofft wieder auf monster magnet gestoßen. ich hatte mal eine phase, wo ich die ganz gut fand, allerdings nicht besonders umfassend: ich hatte das video zu space lord im fernsehen gesehen und fand lied und video toll und kaufte mir kurzerhand das dazugehörige album. lustigerweise waren da sogar eine handvoll lieder drauf, die mir ebenfalls gefielen. einige davon, so merke ich, gefallen mir immernoch und ich bin nicht gewillt, die werte leserschaft damit zu verschonen.


monster magnet - baby götterdämmerung (vom album powertrip. kostet nur neun euro und ist das geld durchaus wert, finde ich.)

angenehm ungewöhnliches lied, finde ich, gerade wenn man annimmt, die würden tendenziell eher immer laut rumrocken. ich glaube, ich habe die dann sogar auf einem festival live gesehen, kann mich aber auch täuschen. falls nicht (täuschen), scheint es eher unbeeindruckend gewesen zu sein, sonst würde ich mich erinnern, nehme ich an.
das video zu space lord gefällt mir noch immer ein bisschen, besonders die frisur des bassisten. und natürlich der unerwartete wechsel der ästhetik und stimmung.

ein weiteres fundstück beim hören war eine musik von them shepherds.
umfangreiche (naja) recherchen haben ergeben, dass ich es bei undomondo gefunden haben muss, um genau zu sein hier.
und weil es, wie ich finde, zu monster magnet ganz gut passt, gibts das jetzt auch noch:


them shepherds - el perro diabolo (die scheinen kein album zu haben und ehrlich gesagt gefällt mir der rest auf der myspace seite auch eher nicht…)

und weil ich ja nun gerade keine musik machen kann, suchte sich die aufgestaute kreativität auf andere art ihren weg nach draußen:

dringend hilfe benötigt bei soundproblem unter vista (64 bit)

Samstag, 8. März 2008, 13:23 | kein kommentar

liebe leserschaft.

ich weiß nicht, wer hier alles so still mitliest und ob sich unter euch und ihnen vielleicht auch computerexpertinnen und -experten befinden. es wäre fantastisch.
folgendes:
wie hier ja glaube ich bereits erwähnt, knackt und stottert bei meinem znote 3415w der sound. ich habe mir dann vor einigen tagen das e-mu 0202 usb audio interface gekauft, das hatte ich eh vor. ich hoffte natürlich, damit wären alle probleme schnee von gestern sozusagen. war aber nix, eher im gegenteil: die installation war ein ziemlicher akt, beim dritten anlauf schien es geklappt zu haben, allerdings wird das ding rätselhafterweise meistens nur im AUSgeschalteten zustand angezeigt. als es dann doch mal klappte, knackste es noch wesentlich dramatischer als über den onboardsound und audiodateien wurden teilweise mit starken geschwindigkeitsschwankungen (!) abgespielt. beim versuch, ein stück in reason abzuspielen, war nach einigen sekunden einfach stille.
(einschub: den onboardsound habe ich natürlich deaktiviert sowie die soundtreiber deinstalliert, bevor ich mit dem interface rumhantiert habe.)
natürlich habe ich versucht, mich kundig zu machen, was man da tun könnte.
zb habe ich die asio4all treiber installiert. keine änderung.
ich habe mir den dpc latency checker heruntergeladen und ein wenig damit herumgespielt, allerdings weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau, welche geräte ich im gerätemanager einfach so deaktivieren kann und welche besser nicht, also war ich da möglicherweise übervorsichtig. gibt es dafür vielleicht irgendwo eine liste?
ein bisschen habe ich auch die vorstellung, dass ein bios-update nicht das allerverkehrteste wäre, aber leider habe ich nicht die geringste ahnung, wie das zu bewerkstelligen ist (ist mir ein bisschen unangenehm, das hier so reinzuschreiben, muss ich sagen). auf der zepto-seite kann ich mir eine .iso-datei herunterladen. und dann?

ganz und gar rätselhaft ist, dass seit gestern urplötzlich der onboardsound über die internen lautsprecher völlig störungsfrei funktioniert. allerdings funktioniert dafür der kopfhörereingang nicht mehr (steckt man da etwas hinein, kommt der sound trotzdem weiterhin aus den lautsprechern), das audiointerface natürlich eh nicht.

HILFE, HILFE, HILFE!
ich bin für jede idee und anregung dankbar.

ach so, beim hersteller habe ich gestern versucht anzurufen, das war von wenig erfolg gekrönt, ich versuche es aber dann montag nochmal, allerdings mit wenig hoffnung: auf eine mail haben die nur geantwortet, dass man zwar glaube, es sei ein installationsproblem, man würde aber nichtsdestotrotz einen reperaturantrag stellen. das bringt mich aber nicht weiter, weil ich im moment nicht ein paar wochen auch den laptop verzichten kann.

hilfe gern auch per mail: klickediklick

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