waste your time
Freitag, 29. Februar 2008, 21:16 | kein kommentar

ich hatte das bedürfnis, jemanden zu lieben, aber wenn ich mir vorstellte, wie das im einzelnen wäre, wurde ich mutlos.
weiß ich nicht, wo das herkommt. habe ich irgendwo gesehen.
es ist ein neues livevideo vom großen, hier ja bereits mehr als einmal gewürdigten JAQUES PALMINGER aufgetaucht. ein lied für alle.
drittens.
eigentlich wollte ich zwei der folgenden drei lieder schon länger mal hier veröffentlicht haben, es hat sich nur leider bisher nie ergeben.
aber nun ist mir gestern (oder war es bereits vorgestern?) ein lied des von mir bis jetzt sträflich missachteten emir kusturica und seinem no smoking orchestra untergekommen und das passt so famos in die reihe, dass -
die ersten beiden lieder kenne ich seit… behaupten wir, es wären zwischen zwei und drei jahren. meine damalige freundin hat sie, glaube ich, hier gefunden. wir lachten uns kringelig (besonders natürlich über den text des ersten liedes) und ich mich heute noch immer. manchmal.
faith no more - schützenfest (ich wüsste nicht, dass das auf irgendeinem album drauf ist)
m.a. numminen - yes sir, ich kann boogie (vom album dägä dägä - finnwelten.)
und nun lief mir also gestern oder vorgestern ein lied über den weg, das trug den schönen titel GRÜSS GOTT TRAUER. und wie überrascht und amüsiert war ich aber, als es im lied selbst ganz anders zuging, als der titel vermuten lässt! aber höre selbst…
emir kusturica & the no smoking orchestra - grüß gott trauer (vom ETWAS überteuerten album unza unza time)
(die spex informiert: numminen im märz auf tour!)
(der autor informiert entschuldigend: ich bin ein bisschen krank, deshalb die unwürzige kürze.)
… und so hat es vielleicht der eine oder andere nicht mitbekommen (die oder den es aber interessiert hätte):
ein durchaus interessantes und lustiges und nettes interview mit leo leowald.
im übrigen hat mir meine mutter aus dem fernen amerika das erste album von 16 horsepower mitgebracht, das habe ich schon lang noch nicht. da habe ich mich gefreut und ich freue mich noch immer. viele gute lieder sind da drauf.
zb black bush, hier allerdings solo mit banjo + snaregeraschel.
oder
harm’s way, ich vermisse bei wovenhand ein bisschen dieses dings, bandoneon?
und natürlich black soul choir, hier als video von den quay brothers, die man evtl kennen könnte, glaube ich:
wer es (das album) zu einem erschwinglichen preis irgendwo sieht, sollte es sich kaufen. sackcloth ‘n’ ashes heißt es.
es gibt eine gute und umfangreiche “fan”seite über 16 horsepower und wovenhand: thank you for clapping.
auf der fahrt nach hamburg, morgens um acht, das strahlendste winterwetter. dabei zum ersten mal auf die idee gekommen, bald mal auf diesen berg neben dem bahnhof porta westfalica draufzusteigen. später, nach der ersten zigarette, sitze ich mit einem jungen paar in einem ansonsten leeren wagon und lese zeitung. ich informiere mich über den nachfolger karl lehmanns und über die fürs und widers zur rede erdogans. auf einmal steigt eine rotte junger jugendlicher zu, jungs und mädels gemischt. das paar wechselt sofort den wagon, der angrenzende ist nämlich auch leer, ich bleibe sitzen und stecke mir kopfhörer in die ohren.
das internet ist hier langsam und wackelig. das wetter ist warm und grau und nass. gutes museumswetter. in der kunsthalle am sonntag die felix vallotton ausstellung angeschaut, währenddessen vielleicht gar nicht so besonders beeindruckt, aber im nachhinein doch ein bisschen. an den wänden standen nicht nur die üblichen erklärungen zu den einzelnen werkgruppen, auch auszüge aus seinem tagebuch, die zu denken gaben. sein verhältnis zu den frauen bzw allgemein zum geschlechterverhältnis (eine eintragung sagte etwas wie: was der mann nur getan habe, dass er mit der frau als partnerin gestraft sei). entsprechend auch die aktbilder.
mir waren nur die wunderbaren holzschnitte bekannt, die meisten der gemälde gefielen mir auch zuerst nicht, ausgenommen einige portraits, landschaften und erstaunlicherweise: stilleben. hier dominiert stark das fleisch. schinken und ähnliches wohin man schaut. ein bisschen ekelig siehts immer aus. aber “faszinierend”.
unter den holzschnitten gab es einen, nämlich das titelblatt zur serie “intimitäten”, das mich umhaute, baff war ich, mundtot. es waren sozusagen lauter kleine vorschaubildchen - ausschnitte aus den einzelnen bildern der serie. es hatte etwas von filmen wie den ocean’s filmen (die das sicher auch irgendwoher haben, james bond etwa) und auch etwas comichaftes (das natürlich auch von der flächigkeit herrührt). erstaunlich.
hier nun noch ein paar bilder (leider vergesse ich immer wieder, wie man die einigermaßen nett positioniert oder gar in den text einbindet, deshalb einfach so hingeklatscht).

ein selbstbildnis als zwanzig(?)jähriger


die trägheit

la raison probante (deutschen titel weiß ich jetzt nicht. halt irgendwas wie gutes argument oder vernünftiger einwand oder grund oder so)
(wenn ich mich recht erinnere, war das mein letzter unitag im verflossenen semester)
das erste ist, soweit ich weiß, der allererste artikel, den ich jemals bei spiegel online gelesen habe. der grund ist vermutlich ein alberner: die ganzen blöden blogger, die irgendwelche unsinnigen artikel verlinken und auch noch spon dazu sagen (mit schrecken stellte ich eben fest, dass spiegel online sich selber so nennt). dazu kommt meine abneigung dem spiegel gegenüber.
es geht um einen selbstmord. ein mann, ende fünfzig, verliert familie und arbeit und beschließt offenbar, sich das leben zu nehmen. soweit so gewöhnlich. das ungewöhnliche ist die technik, sozusagen: er richtet sich auf einem hochsitz irgendwo im wald ein und wartet auf den hungertod. dabei schreibt er ein tagebuch, das er seiner tochter vermacht (die es, so geht aus dem artikel hervor, angeblich nicht haben will).
die frau des mannes, der die leiche entdeckt hat, findet, man müsse “verzweifelt und einsam” sein, um “diesen weg zum sterben” zu “wählen”. wieso denn? ist eine verzweifelte tat nicht eher eine möglicherweise übereilt ausgeführte, eine die man hinterher bereut (wenn man noch kann)? hat er nicht sozusagen alles richtig gemacht, indem er sich eine der langsamsten (?) todesarten aussuchte, weil er so ausreichend zeit hatte, seinen entschluss zu überdenken (zumal tagebuch führen dabei auch eine große hilfe ist)? abgesehen davon finde ich es bewundernswert, das eigene sterben so bewusst und ausführlich selbst mitzuerleben (mit dem satz stimmt irgendwas nicht).
den artikel gibts hier.
das zweite ist der zweite artikel, den ich jemals bei spiegel online gelesen habe.
es geht um die neue “show” von bruce darnell bzw eigentlich geht um bruce darnell selber bzw EIGENTLICH geht es um den zusammenhang zwischen herzensbildung und zb geschmack. ach, mir ist von dem quasi-journalistischen dreckden ich da oben fabriziert habe, schon ganz schlecht, wen es interessiert, der soll den artikel selber lesen, er ist nicht lang und aber interessant.
hier gehts lang.
jedenfalls würde ich die show gern mal sehen. geht aber nicht, ohne fernseher. vielleicht berichtet mal jemand, wies so ist?
gelernt habe ich durch die lektüre auch was, nämlich, was CAMP nun eigentlich ist (genauer: ich wurde durch die lektüre angeregt, etwas nachzulesen). ich war in den letzten wochen und monaten wiederholt über den begriff gestolpert (unter anderem in dem SEHR interessanten artikel “‘… und war glücklich darüber, endlich seriously abzunehmen’ Christian Krachts Roman 1979 als Ende der Popliteratur?” von heinz drügh. gibt es hier (pdf).), aber immer zu faul gewesen, mich da endlich mal kundig zu machen. gestern oder wann das war, war ich nicht mehr zu faul und las nach. aber auch das werde ich nicht aufbereiten, der wikipedia-artikel zu camp ist gut geschrieben, man kann ihn ebenfalls selber lesen.
und das dritte ding ist ein stück musik, wie zu erwarten gewesen war. ich habe vorhin aus irgendwelchen gründen zum ersten mal seit JAHREN die (wie sich herausstellte in meinen ohren größtenteils grauenvoll kitschige) cd “seventh truth” von aziza mustafa zadeh gehört. ich weiß gar nicht, wie man das nennen würde, was die macht. irgendwie jazz, vermutlich (aha! wikipedia weiß, wie auch sonst manchmal, bescheid.).
ich weiß gar nicht mehr, wieso ich diese cd überhaupt besitze, bin aber, ob des ersten stückes, doch ganz froh darüber. und damit du, liebe leserschaft, an meiner freude teilhaben kannst, habe ich erstens diesen komischen eintrag geschrieben und zweitens das stück für dich, extra für dich, hochgeladen. auf den server. bitte sehr.
aziza mustafa zadeh - ay dilber (von der cd seventh truth)
aziza mustafa zadeh hat eine homepage (vorsicht, die macht musik, die homepage. aber ganz hübsche und ruhige, deshalb verlinke ich sie trotzdem).
fursaxa - alone in the dark wood (vom album alone in the dark wood)
- zwei lohnende livevideos: eins. zwei.
- die hässliche homepage von fursaxa
—
woven hand - down in yon forest (live im café de la danse, paris, 15.4.2002)
woven hand haben zur zeit nur myspace.
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rasputina - how we quit the forest (vom album how we quit the forest)
rasputina haben eine homepage.
wie funny van dannen(s lyrisches ich) bin ich freund der tütensuppe, vielleicht nicht ganz so eng befreundet wie er, aber.
zum geburtstag hatte man mir eine rote miso suppe geschenkt, besonders die packung gefällt mir sehr:

auf der rückseite der packung gibt es einiges über rote miso suppe im allgemeinen und die herstellung dieser speziellen roten miso suppe im besonderen zu erfahren: roter miso ist dunkler als weißer und schmeckt stärker, die suppe stammt aus dem nordosten japans. in dieser suppe hier sind zusätzlich noch pilze, tofu, schnittlauch und seetang drin. alles zusammen wird schockgefrostet und schmeckt daher “nach der zubereitung, als wäre sie [die suppe] frisch hergestellt.”
am ende kommt ein geradezu putziger satz:
wir sind sehr stolz auf unser außergewöhnliches produkt und hoffen, dass auch sie freude daran haben werden.
(bild)
positiv fällt mir gerade beim abtippen auch noch das fehlende ausrufezeichen auf.
weniger schick sind die beutel von heisse tasse, aber sie müssen auch nicht schick sein, denn sie befinden sich zu dritt in einem schächtelchen (das allerdings kaum schicker ist als die beutelchen.). auch auf diesen steht selbstverständlich hinten was drauf, allerdings ist es weniger informativ als… als… mir fehlt das wort. es entbehrt jedenfalls nicht einer gewissen komik, würde ich finden. eine etwas traurige komik allerdings.
wer täglich alles gibt,
hat auch eine kleine pause
verdient. mit heisse tasse.
die schmeckt und gibt
neuen schwung.heisse tasse.
soviel zeit muss sein.
(bild)
(aber auch hier: immerhin kein ausrufezeichen.)
ja, nun gibts natürlich auch noch das vierte im bunde.
ich bin in eile, ich habe gleich einen termin bei einer dozentin und meine frischgewaschene wäsche ist nicht sauber, sondern schmutzig (seifenrückstände?). ich muss sehr improvisieren, trage jetzt einen wollpullover und werde vermutlich schwitzen wie ein schwein.
als trost eignet sich ganz gut
jana hunter - bird (von dem album there’s no home, auf dem die liedtitel alle nur aus einem wort bestehen, bis auf einen/-r (???), sowas gefällt mir gut.)
(gut, dass ich keinen kalauer bzgl der vielen vögel in den titeln der lieder gemacht habe!)
gerade heute kochte die milch über, so dass gerade heute der spülschwamm anbrannte, so dass ich gerade heute neue kaufen musste, was eigentlich schon längst überfällig gewesen wäre, aber dafür musste ich zur etwas weiter entfernten drogerie; der supermarkt hat sowas nicht oder nur in allerüberkandideltster markenversion für geschätzte 2,50 à 3 stück.
seit gestern abend gießt es hier in strömen, fast durchgehend, und als ich erstmal draußen und auf dem weg war, fand ich es eigentlich ganz hübsch. leider hörte es nach einigen minuten fast vollständig auf.
in der drogerie unterhielten sich zwei verkäuferinnen lautstark, ich hatte das gefühl, unerwünscht zu sein. sie beschuldigten sich gegenseitig, knoblauch gegessen zu haben, irgendwer “dümpele” (?) nach knoblauch. knoblauch mache einsam. währenddessen wurden zwei kunden bedient, der eine sagte irgendwas dazu, der andere schwieg betreten.
zum supermarkt musste ich aber auch noch und während ich meine einkäufe in meine tasche räumte, fragte die kundin, die nach mir an der reihe war, offenbar eine bekannte der kassiererin, diese aus: wie es ihr gehe, ob sie morgen frei habe (ja, aber sie müsse immer für ihren sohn mittagessen kochen), wie alt ihr sohn sei, ob noch in der ausbildung, ob er noch zuhause wohne usw. ich schämte mich sehr, das anhören zu müssen. ich konnte nicht feststellen, ob es der kassiererin unangenehm war, die kundin schien jedenfalls nicht zu bemerken, dass sie erstens den betrieb aufhielt und zweitens die gesamte schlange plus teile der zwei umgebenden schlagen zuhören konnten.
gestern abend las ich, nach langer zeit, mal wieder ein wenig in rainald goetzens blog KLAGE und war zum teil sehr angetan. ganz besonders, wirklich GANZ besonders, mochte ich den folgenden satz:
“Wer wollte, durfte sich auch noch ein Exemplar des Buches mit nach Hause nehmen, um es später dort zu lesen.”
(aus diesem eintrag)
… oh the bells are ringing and i do not believe for me
zwei der gestern aufgezählten vier lieder waren und sind nun schon zu hören und es wäre ja geradezu unmenschlich, nicht wenigstens noch ein drittes hier in diesem bescheidenen rahmen (ächz) vorzustellen.
marissa nadler - bird song (vom album ballads of living and dying)
und, klar, noch ein video (das aber auch wirklich sehr schön ist, wie ich finde.)
bird on your grave
marissa nadler hat eine homepage
marissa nadler hat myspace, wo es drei zt sehr schöne lieder zum download gibt (i was your little girl im speziellen)
bevor ich mich jetzt einerseits dem thema geschlechterkonzeptionen in außereuropäischen kulturen und andererseits dem thema feministische theologie im islam (wobei… vielleicht ist feministisch ein bisschen stark gesagt, eher sowas wie geschlechtergerecht? ich habe mich ja noch nicht, ich wende mich ja erst zu) zuwende, möchte ich ein kurzes metadings einschieben.
nämlich ging ich gestern durch die nacht, hörte genau das oben gepostete lied und überlegte, was ich heute dazu schreiben würde. und kam dann zu dem schluss, dass ich, wahrscheinlich, wie immer überhaupt nichts dazu schreiben würde. und fragte mich, ob ich das nicht ändern könnte, ob ich nicht vielleicht, wie es all die anderen machen, zu jedem künstler ausführlich recherchieren sollte und die ergebnisse der recherche hier in kleinen informativen artikelchen aufbereiten. und kam zu dem schluss, dass ich das eben nicht möchte. ich will in keiner weise journalistisch tätig sein (wobei das natürlich ein viel zu großes wort ist für diese kleine seite hier), ich will überhaupt nicht informieren. die musik soll für sich selbst stehen und sprechen bzw singen, ich möchte wirklich GAR keine information an frau und mann (doppelächz) bringen. was ich hiermit eigentlich will, weiß ich noch immer nicht so richtig, meistens bin ich mit dem ergebnis eher unzufrieden, aber immerhin fällt mir manchmal auf, weshalb und ganz manchmal mache ichs dann beim nächsten mal besser.
(zum beispiel finde ich so metazeug meistens EXTREM unangenehm, bei anderen jedenfalls.)
(dies nur als kurze begründung für diejenigen, die sich vielleicht wundern.)
seit einigen tagen höre ich die meiste zeit über ziemlich genau vier lieder in ständiger wiederholung:
“mariella” von kate nash
“bird” von jana hunter
“bird song” von marissa nadler und
“palms” von jana hunter
alles andere höre ich zwischendurch eigentlich nur, damit die vier lieder nicht so schnell langweilig werden.
jana hunter singt palms (mit ray castanets):
ps: bei katz & goldt jetzt gehäuft genital-, fäkal-, ödipalcontent. dieser comic ist der… “anstößigste”, den ich von ihnen kenne. habe mich sehr gewundert, aber auch sehr amüsiert.
wir machen einen zeitsprung ins jahr 2002, es ist sommer, es ist sehr heiß und ich bin frisch nach berlin gezogen. ich laufe durch die straßen und schaue mir die große, wunderbare stadt an, ich habe nichts zu tun, ich warte darauf, meinen zivildienst anzutreten. gelegentlich kaufe ich mir noch immer die orkus oder die zillo oder ähnliches, und einmal liegt eine cd mit videobericht vom wave-gotik-treffen in leipzig bei und ich, der ich keinen fernseher habe, nur einen altersschwachen imac, sauge begierig die bilder auf. ein teil des berichtes begeistert mich besonders, sowohl aufgrund der personen (zwar gefällt mir die ästhetik der “schwarzen szene” durchaus noch immer, aber im grunde sind mir menschen, die sich nicht verkleiden und auch sonst nicht albern rumschauspielern, am liebsten) als auch aufgrund der musik.
ich sehe mich die potsdamer straße entlanglaufen, von schöneberg kommend, zum potsdamer platz, und dort den kühlen saturn aufsuchen, wo ich in die helium vola cd hereinhöre, eigentlich immer nur dieses lied, immer wieder. ich summe und pfeife es den ganzen tag vor mich hin. irgendwann, obwohl ich in chronischer geldknappheit lebe (es ist meine erste eigene wohnung und mit geld konnte ich schon vorher überhaupt nicht umgehen), kaufe ich sie mir doch und bin ganz beglückt, obwohl, meiner damaligen meinung nach, gar nicht besonders viele wirklich richtig gute lieder drauf sind. aber es geht mir ja auch wirklich eigentlich nur um DIESES EINE LIED:
helium vola - selig (von der cd helium vola, in der neuauflage ohne kopierschutz und mit single dabei. die, wie ich feststelle, doch eigentlich sehr schön ist. zum großen teil.)
im interview oben konnte man ja erfahren, dass sabine lutzenberger (dolle stimme, finde ich!) in diversen ensembles für alte musik singt und gesungen hat und da ich, auch vorher schon, alte - besonders geistliche - musik sehr mag, dauert es nicht lange, bis ich, ich glaube noch während der zeit in berlin, eine cd des ensemble für frühe musik augsburg für wenig geld erstehe.
ensemble für frühe musik augsburg - maidleich plum
ensemble für frühe musik augsburg - stella maris illustrans omnia
(beide von der cd mysterium mariae - marienlieder des spätmittelalters [nicht mehr so richtig erhältlich, scheint mir])
zu meiner ehrenrettung möchte ich übrigens sagen, dass ich so “verpoppung” von klassischer oder folkloristischer(!) musik sehr zwiespältig gegenüberstehe bzw nein, eigentlich lehne ich es ziemlich ab. weil meist einfach nur abscheulicher kitsch dabei herauskommt (ganz besonders fürchterlich natürlich mittelalterrock). auch helium vola ist nicht eben unkitschig. aber, ich kann es nicht erklären, da finde ich es ok. zum großen teil, wie gesagt. es gibt auch einige stücke, da ist die grenze dann doch eindeutig überschritten. aber zum glück nur bei einigen wenigen.
kleiner nachtrag: als ich mich eben auf der helium vola homepage tummelte, entdeckte ich ein radiointerview, das das hiesige campusradio hertz 87,9 mal geführt hat. und das wesentlich professioneller und interessanter und überhaupt: BESSER, als ich es heute von denen gewohnt bin. DA wieder ansetzen!