langsam reichts mir mit dem dämlichen lied (die alten versionen habe ich rausgenommen, das ging ja nun wirklich nicht.). ich weigere mich auch, da jetzt noch irgendwas von wegen sound oder spielweise zu schreiben. das einzige ist, dass dieses geklatsche und geklacker zu laut ist. aber das wäre mir jetzt wirklich zu mühsam, das alles nochmal… das hat STUNDEN gedauert.
anhören oder nicht. mir alles egal.
angefangen hatte es ja irgendwie mit kanzleramt, und um da nochmal kurz zu verweilen und auch bei rainald goetz, nochmal johannes heil. weil dieses stück haben wir immer und immer und immer in berlin gehört, es wäre bei last.fm uneinholbar und für immer und ewig auf dem ersten platz. es gibt da auch noch so ein gelesenes… man weiß es nicht. etwas gelesenes von rainald goetz aus dem stück jeff koons, das man übrigens unbedingt lesen sollte, unter allen umständen!, das passt unglaublich gut. aber das ist ja jetzt nicht thema.
ich dachte immer, es heiße farewell, stimmt aber gar nicht, es ist der namenlose, melancholische, leise, wunderbare bonustrack.
und dann kam aber auch ganz ratz fatz bpitch control an die reihe. sicherlich wieder durch die de:bug und sonstwie. bpitch control war für mich mangels geld zunächst lange nur ellen allien (von der glaube ich bisher wirklich ausnahmslos ALLES gut ist!). als erstes kannte ich vermutlich stadtkind, das lied und das album, in berlin dann aber doch hauptsächlich das unglaubliche sehnsucht gehört. vom album berlinette, wo ich den titel nicht unbedingt - aber die musik! solche musik wollte ich auch machen! (hat natürlich nicht geklappt)
so, bitte sehr.
aber irgendwann kam dann doch nochmal was neues und zwar war das paul kalkbrenner und das album self, wo auf ganz seltsame art akkordeon und ähnliche klänge zu sehr schönem … ich weiß ja nicht wie das heißt, aber wäre das wort trance nicht gar so negativ besetzt, würde ich vielleicht minimal trance sagen oder so -.
und zu guter letzt für jetzt: modeselektor. ich ohrfeige mich ein bisschen, dass ich von denen nie gehört hatte, als ich in berlin war, weil es glaube ich sehr, wenn man so will, spektakuläre livesets waren und sind bei denen.
ich kann es nur immer und immer wieder und vielleicht sogar nochmal sagen, dass dickens die herzerwärmenste und der jahreszeit angemessenste lektüre ist, die man sich vorstellen kann. gestern zb las ich, ohne es zu merken, bis halb fünf in der früh. ich dachte, es könne höchstens halb zwei sein (bleakhouse).
ich war schon wach und hörte mit halbem ohr dem radiowecker zu und auf einmal gab es ein komisches geräusch, dass ich überhaupt nicht zuordnen konnte, flatternd klang es und ich kam auch schnell drauf: ein vogel im zimmer. glücklicherweise war er nicht weit hereingeflogen gekommen sondern in der nähe des fensters geblieben und dementsprechend war das geräusch auch weder besonders laut noch nah und hinaus war er, kaum hatte ich ihn gesehen. so ein kleiner schwarzer wars, eine amsel vielleicht.
gestern hörte ich mit genuss die kuttner und kuttner sendung vom sonntag, sehr schön, sehr lustig, sehr NETT (gibts übrigens immer hier)*.
und natürlich die musik! mich hat das bei kuttner (jürgen) dann doch meistens genervt, gerade wenn es viel musik war. und jetzt spielt aber sarah ihr halb-indie zeug und jürgen sein wahlweise abgedrehtes oder einfach lautes geschreddel und so lässt es sich ganz gut ertragen. gestern jedenfalls gehört:
icke und er - richtig geil (mir waren die gänzlich unbekannt, vermutlich trage ich eulen nach athen, aber ähm vielleicht gibt es ja in den vorstädten und im umland doch och die eine oder andere person, der das genauso wenig sagt, wie mir bisher, aber umso mehr zu-. eine homepage haben die auch.)
ich kann gerade nicht so gut tippen, weil ich mich am wochenende in den finger geschnitten habe bzw auf einmal hat es geblutet und dann war da ein verband drum. jetzt ist es nur noch ein pflaster, aber stören tuts trotzdem. und das ist auch eigentlich gut, weil so habe ich wenigstens mir selbst gegenüber eine entschuldigung, dass hier so wenig passiert.
die erfahrene leserin wird sich bereits jetzt denken, und sie würde es, da bin ich sicher, auch, wenn sie den player da unten nicht sehen könnte, dass es zur kompensation der fehlenden gschichtn musik gibt. ganz richtig gedacht.
john jacob niles kannte ich, muss ich gestehen, nichtmal vom namen, bis mich der liebe martin mal darauf aufmerksam gemacht hat*. seither kenne ich immerhin dieses lied:
und weil es meine allererste assoziation war, als ich den titel hörte, gibts eines meiner ersten lieblingslieder und auch einer der größten HITS von bob dylan wahrscheinlich, fast schon zu ausgelutscht, um es hier noch… aber was solls:
durch die sparsame instrumentierung -
ach, komm. hörs dir halt gerade mal an.
the weakerthans & sarah harmer - lodestar (das ist, wie man hört, so eine livegeschichte. auch von irgendeinem blog, ist aber schon her, insofern wäre der link eh unnütz. für nicht-weakerthans-enthusiasten: es geht hier nur um die sarah harmer! die weakerthans hört man gar nicht! jedenfalls erkennt man sie nicht. sie singen also nicht, sondern spielen nur.)
über sarah harmer habe ich gestern bei wikipedia gelesen, dass sie irgendwann mal als geschenk für ihren vater ein paar lieder aufgenommen habe und dann waren die eltern so begeistert, dass sie meinten, das müsse man aufnehmen. mehr weiß ich bis jetzt noch nicht, aber sie hat eine homepage.
das ist ein hank williams cover und ich mag die sprödigkeit und wie es mit der stimme immer so halb tonlos nach oben geht.
übrigens gestern nikolas nickleby zuende gelesen. das ende mehr oder weniger wie erwartet, allerdings hatte ich ein bisschen das gefühl, dickens sei auf einmal in eile gewesen oder der platz hätte nicht mehr gereicht oder so. es passiert sehr viel auf den letzten seiten und es ist ungewöhnlich wenig ausführlich, fast (aber nur fast!) möchte man sagen: lieblos erzählt.
tolstoi sagt aber ganz zu recht:
die erste bedingung für die popularität eines autors ist die liebe, mir der er seine charaktere behandelt. deshalb sind die figuren bei dickens freunde der ganzen menschheit…
come in, she said, i’ll give you shelter from the storm.
damit nicht in direktem zusammenhang stehend: diese wohnung ist die allererste eigene, die ich mehr als ein jahr lang bewohnen werde. zu bewohnen gezwungen sein werde, eigentlich.
ps: ich habe wirklich keine lust mehr auf das alberne musikdingsdabumsda. weshalb ich es jetzt endgültig abbreche. immerhin so um die 1300 stücke habe ich geschafft.
Wir beerdigen den Namen Kinderzimmer Productions.
Wir spielen noch ein letztes Konzert am 26.4.08 im Konzerthaus in Dortmund.
Dieses Konzert wird ein ruhiges und pietätvolles Ereignis, wir spielen unverstärkt.
Außer uns und Jürgen das Tier werden noch vier weitere Musiker die Zeremonie begleiten.
Wir werden nicht mehr regulär touren.
Wir pressen keine CDs mehr nach, aber wir sehen zu, dass alle unsere Alben im Netz erhältlich bleiben.
Ob wir in Zukunft noch Musik veröffentlichen, ob alleine oder zu zweit, was für Musik das sein könnte, wissen wir noch nicht.
das schickten kinderzimmer productions gestern ihren myspace freunden. finde ich sehr schade. immerhin habe ich es noch geschafft, sie live zu sehen.
Donnerstag, 15. November 2007, 09:50 | 2 kommentare
gestern hat es schon wieder geschneit, aber diesmal ohne regen, es ist trocken kalt. auf dem heimweg, um sechs, kam ich an autos vorbei, auf denen war ein klein bisschen schnee liegen geblieben. er war zum teil geschmolzen und es hatte sich eine eisschicht auf den autodächern gebildet, ich habe extra nachgefühlt.
heute nacht schlief ich ab irgendwann mit schlafmütze. mich fror insgesamt nicht, aber am kopfe.
langsam habe ich WIRKLICH keine lust mehr auf das alberne spiel da mit der musik. ich war schon mehrfach kurz vorm abbrechen, aber noch ist es nicht ganz so weit. weil es aber jederzeit soweit sein könnte, hier nochmal zwei schöne lieder, die mir neu waren (was das eine mit dem anderen zu tun habe? unverschämte frage!)
björk - vökuró vom teilweise etwas mühsamen aber nichtsdestotrotz doch guten album medúlla.
die internetseite von dj koze bzw adolf noise (ja, das ist der gleiche mensch, für die sehr wenigen, die das nicht wussten) ist auch toll. mit lustije videos.
ps. obwohl ich noch sehr müde war und gestern auch eher spät im bette gewesen (schließlich ist der donnerstag mein sonntag), bin ich, ohne recht darüber nachzudenken (ich war ja auch noch viel zu müde), um irgendwas nach acht aufgestanden.
pps. gestern hatte ich gelegenheit, ein bisschen in der deutschen übersetzung von extremely loud & incredibly close (jonathan safran foer), welches eines - ach, ich will gar nicht rumsuperlativen, es ist einfach ein incredible buch, ganz wundervoll - jedenfalls habe ich darin gelesen, das heißt, ich habe habe es eigentlich nochmal gelesen, unter auslassung des meisten. und feststellen müssen, dass die übersetzung ganz schrecklich ist. allerdings ist es hübscherweise ein wenig wie shakespeare, der ja bekanntlich auch nicht kaputtzukriegen ist, irgendwie schimmert die größe immer durch, egal wie schlecht die aufführung oder verfilmung oder was; es ist selbst auf deutsch noch ein sehr schönes buch.
heute war weiterschlaftag, umso hurtiger werde ich gleich in die uni eilen um dort umso fleißiger zu lesen. gestern zum ersten mal seit ichweißnichtwielang in der fhmensa, es gab chinesische gemüsepfanne mit tofusauce und reis; schmeckte nichtmal entfernt chinesisch (nur die enthaltene ananas ließ es diffus asiatisch erscheinen) aber sehr gut. heute gäbe es eine blätterteigtasche mit fetakäse und ratatouillefüllung, hm.
gestern im seminar (eines jener, die in hörsälen stattfinden, also eigentlich doch eher vorlesungen mit zuhörer (zuhörenden?) -beteiligung sind) las der dozent eine mail vor, die ihm eine kommilitonin geschickt hatte. es ging um punkteerwerb oder ähnliches und der dozent war ein klein wenig ungnädig, weil es im grunde eine (natürlich, sowas gibts gar nicht, aber WENN es das gäbe, wäre es wirklich…) dumme frage war. trotzdem beantwortete er die frage, hängte eine kleine spitze bemerkung hinten dran und ZERRISS dann das blatt mit der ausgedruckten mail mehrmals und ließ die schnipsel in einen papierkorb segeln.
ich bin mir recht sicher, dass das so nicht gemeint war, aber es sah schon ein wenig so aus, als zerrisse der dozent damit die ganze frage wenn nicht gar die kommilitonin. ich erschrak jedenfalls etwas und erwartete eigentlich ein raunen, aber vermutlich hörte, wie immer, kaum jemand außer mir zu, denn es raunte nichts.
an einem pizzaladen stand sehr nett “Neuer Öffnung” dran, das habe ich auch fotographiert, aber da es nicht besonders schön aussieht oder auch nur interessant, reicht es ja, wenn ich es erzähle.
das musikexperiment macht keinen spaß mehr, zumal der computer ja eh dauernd abstürzt, so dass man in ein richtiger musikhören gar nicht mehr hineinfindet.
stattdessen: lesen, früh schlafengehen, früh aufstehen.
heute morgen schneite es dicke schwere flocken, durchsetzt mit regen. liegen blieb nichts, nicht mal matsch, aber hübsch war es schon: der erste schnee des winters. in vorauseilendem gehorsam.
im übrigen sind binnen weniger tage die schnürsenkel beider (neuer) schuhe gerissen. als würde es nicht reichen, dass sie nach wie vor stark drücken.
und abermals wird meine frischgewaschene wäsche die nacht in der maschine auf dem dachboden verbringen müssen, weil dieser mittlerweile zu ist. im winter eine stunde früher?
im seminar unerträgliches rumgelaber. wobei es mich heute eher belustigt hat, allerdings auf eine vielleicht bisschen zu bösartige art.
das wetter gefällt mir allerdings ganz gut. ich mag es, im dunkeln aufzustehen. fängt der tag nicht so plötzlich an, ist mehr so ein hineingleiten, -schweben. sacht.
nikolas nickleby habe ich schon zur hälfte durch, und man kennt diese dickensbücher ja.
den rest des abends werde ich darauf verwenden, aus der hälfte neun sechzehntel zu machen.
ich hab mal wieder bei goetz gelesen.
mein computer ist mittlerweile caum noch zu cebrauchen.
ich mache nach wie vor das musikexperiment, aber es beginnt mir auf die nerven zu fallen. komischerweise nervt mike patton meist am meisten.
ich lese nikolas nickleby.
ich habe mal wieder unifotos gemacht, guck mal.
ich hatte es ja bereits geschrieben, aber auch nicht gut erklärt, also -
ich höre zur zeit meine gesamte auf dem computer befindliche musik auf shuffle. ich darf nichts anderes hören, jedenfalls nicht auf dem computer, und ich darf vor allem nicht skippen (bis auf gesprochenes, das länger als 15 minuten ist oder ganze djsets). ich hatte befürchtet, es würde viel mehr unerträglicher mist kommen (den ich dann wenigstens löschen kann, weil ich das immer mal machen wollte, das ganze schlechte löschen, was da für ein platz wäre auf einmal!), aber von bisher vierhundert gehörten stücken habe ich vielleicht 20 gelöscht bis jetzt. und ein paar großartige, die ich nicht kannte oder vergessen hatte, sind mir auch untergekommen.
TRS-80 zum beispiel, auf der myspace seite kann man sich sachen anhören, was ich nicht getan habe, ich habe sie ausschließlich aus servicegründen herausgesucht. von denen kenne ich nur dies eine stück, das fand ich aber jetzt wieder sehr gut, in paderborn oder auch hannover habe ich das immer gehört.
dann von der offenbar doch fantastischen M.I.A. ein lied, das kenne ich noch gar nicht lang und ich kann zu der auch überhaupt nichts sagen. aber die lieder da auf der myspaceseite kann man sich ruhig mal anhören (besonders das erste!).
mehr gibts, wenns mehr gibt.
(ungefähr 8500 sind es noch.)
ps: ich habe nicht gedacht, dass das so angenehm ist, dauernd unterschiedliche lieder ohne jeden zusammenhang zu hören. und dass ich das so intensiv-musikhörend betreiben würde.
spendenmanipulation, schulden, zahlungsunfähigkeit. das ist unangenehm, stelle ich mir vor. dabei -
ach, schlechte scherze mit schlagzeilen sind meine sache nicht.
keine scherze sollte man man besser darüber machen, dass woody allen anscheinend in der tat ein verhältnis mit der adoptivtochter seiner damaligen frau mia farrow hatte, die er später heiratete. zuvor stellte er ihr, wie es offenbar nicht unüblich ist, eine karriere als fotomodell in aussicht und machte zu diesem behufe fotos von ihren genitalien. außerdem wurde er beschuldigt, eigene kinder sexuell missbraucht zu haben.
ich bin mir nicht sicher, ob ich noch so gerne woody allen filme sehen möchte, ich glaube, das lachen würde mir im halse stecken bleiben. hier kann man da bisschen was zu lesen, in erster linie geht es aber darum, dass die psychoanalyse sexuellen missbrauch (und inzest) leugnet, was erschreckend und interessant ist, wie ich finde.
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