auch sehr hübsch: eine kleine sauftour bei immer wieder sehr plötzlich losbrechenden starken regenschauern. und zwei finger breitem loch im einen schuh.
irgendwann war ich dann wieder allein-allein und lief ein wenig sinnlos durch die gegend und ein guter gott führte mich zum knust. und, “einer plötzlichen eingebung folgend” (was einer der allerblödesten sätze ist, die von so schreibern immer mal verwendet werden, fällt mir gerade auf), fragte ich, ob denn my brightest diamond schon gespielt hätten. nein, in einer halben stunde. und was mich das denn, angenommen, ich sollte mich entscheiden, das anzusehen, kosten würde? 5 euro. da musste ich natürlich nicht lang überlegen; ich zahlte und schaute mir die unterirdischen zimmermänner mit halbem ohr und auge an.
my brightest diamond sind nur drei: eine kleine und sehr gutaussehende und unheimlich sympathische frau und zwei männer. sie war noch ein wenig erkältet, sagte sie, aber da kommt so eine klassische gesangsausbildung wahrscheinlich gerade recht, dann hört es der zuhörer nicht so und der hals merkt es nicht so. sie bat um nichtrauchen und die allermeisten hielten sich daran, vielleicht auch, um schon mal zu schauen, wie das so ist. das nichtrauchen in solchen örtlichkeiten.
am ende eine zugabe nur sie mit gitarre und dann noch eine zugabe, nur noch sie ohne irgendwas, nur stampfen und klatschen.
diesmal habe ich ein paar fotos gemacht, die kommen dann irgendwann.
heute abend dann erdmöbel, ich freu mich schon.
jetzt liegen überall glitschige blätter herum, denn irgendwann in der nacht ging ein großer regen los, es stürmte und heulte und rauschte und manchmal fiel irgendwo irgendetwas irgendwogegen. der regen prasselte gegen die scheiben und das heißt, dass er mindestens in einem winkel von soundsoviel grad fallen musste, weil über den scheiben befindet sich eine überdachung von schätzungsweise 2 meter tiefe.
auf dem weg zum einkaufen sah ich glaube ich tim mälzer in einem protzigen amerikanischen sportwagen, einem älteren, die farbe allerdings ein auffallend unprotziges beige, die isestraße entlangfahren, handy am ohr. wenn er es überhaupt war. aber unwahrscheinlich ist es nicht, denn seine freundin und aufnahmeleiterin (oder wie heißt das) sah ich hier in der gegend mal vor einem haus mit einer anwohnerin ein angeregtes gespräch führen, was darauf schließen lässt, dass sie hier wohnt, gewohnt hat, zu wohnen beabsichtigt(e) oder hier wohnende bekannte oder verwandte hat. ich weiß allerdings nicht, ob sie immernoch in tim mälzers sendung herumsteht, ich habe das lang nicht mehr gesehen. was mich wundert ist die tatsache, dass tim mälzer TOURT. was macht der denn da, im cch oder in irgendwelchen anderen, ziemlich großen, hallen? einfach nur kochen? und die leute applaudieren bei jeder gehäuteten zwiebel und wenn er einen pfannkuchen in der luft wendet, ist der applaus besonders kräftig? und die ersten reihe bekommt sogar was zu essen? oder wie?
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morgen spielen MY BRIGHTEST DIAMOND im knust, im rahmen des reeperbahn festivals, aber ich glaube, man müsste dann eine festivalkarte kaufen und die ist teuer und außerdem habe ich morgen schon was vor. hoffen wir, dass es sich als was besseres herausstellt. wobei ich ja auch gar nicht weiß, wie das konzert wird, insofern kann ich mir immer sagen, dass mein vorhaben das bessere war. (ich tue jetzt nur so abgebrüht, in wirklichkeit habe ich mich sehr sehr sehr geärgert. aber immerhin gehe ich nun also am sonntag zu erdmöbel.)
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pickwicker: gefällt immer besser. etwas anstrengend ist nur die epidodenhaftigkeit - der ausdauernde leser weiß, dass ich so meine probleme mit episodenhaftem oder gar collagiertem habe -, weil andauernd neue figuren auftauchen und einen in eine geschichte hineinziehen und dann sind sie aber in der regel gleich wieder weg. aber gestern abend auch mal spannung, die sich über mehrere kapitel zog, so dass ich noch sehr lang in meinem sessel saß und dem heulen, prasseln und rauschen lauschte.
heute riecht es nicht mehr nur nach herbst; es fliegen die blätter, von den bäumen wird man mit eicheln, kastanien und bucheckern beschmissen, der himmel ist grau und ich sitze in meinem sessel, lese dickens und höre den STURM in allen ecken pfeifen und heulen, sogar in der wand direkt hinter mir.
wer jetzt kein -
- nimmermehr.
gestern nacht habe ich, ohne es allerdings vorher zu ahnen, alle denkbaren mühen auf mich genommen, um den neuen american spirit tabak zu kaufen.
ich hatte nämlich so ein werbezettelchen eingesteckt und das gelesen und da steht “… bekommt der perique-tabak seinen unnachahmlichen geschmack, die intensive stärke und das süßliche aroma.” und weil ich eigentlich schon länger einen fair gehandelten und zusatzstoffreien tabak suche…
naja. zu stark, klar. aber schmeckt in der tat süßlich, ungewöhnlich und gut. könnte mir gut vorstellen, den in einem alten gasthaus vor dem feuer sitzend durch eine pfeife zu rauchen.
es riecht nach herbst.
das war mir bei AUF DER ANDEREN SEITE noch aufgefallen: das völlig andere licht, das in anderen ländern herrscht.
für heute hatte ich vage überlegt, mir HAT WOLFF VON AMERONGEN KONKURSDELIKTE BEGANGEN? anzuschauen; ein film mindestens so sperrig wie sein titel. ich erinnere mich nur, vor längerem darüber eine rezension in der spex gelesen zu haben, lauter mehr oder weniger gelehrtes zeug natürlich. keine dialoge, nur ein erzähler aus dem off, der sehr detailliert auf diese möglichen delikte eingeht, wenn ich mich recht erinnere. und dadurch entstehe eine ganz seltsame stimmung beim zuschauer und für seltsame stimmungen bin ich immer zu haben.
aber mache ich doch nicht jetzt.
im november kommen nicht nur cocorosie nach bremen sondern auch beirut UND boban markovic (an zwei aufeinanderfolgenden tagen) nach hamburg.
in hamburg sehe ich besonders deutlich die vielen verpassten möglichkeiten an mir vorüberdefilieren und die zukunft ist besonders un-.
Dienstag, 25. September 2007, 12:01 | 4 kommentare
am sonntag spielen ja erdmöbel hier, da wollte ich eigentlich sehr hin, nur weiß ich seit vorgestern, dass auch peterlicht hier spielt und zwar am mittwoch im SCHAUSPIELHAUS. das ist jetzt natürlich ein ding. - oder habe ich das eh schon geschrieben?
ich träume immer so schöne sachen in letzter zeit.
und ein lied habe ich geschrieben; ich kanns kaum erwarten, wieder daheim zu sein und es zu RECORDEN, alter!
die PICKWICKER gefallen mir gut. das erste buch von dickens, mit 25 geschrieben und unter pseudonym veröffentlicht und sofort damit bekannt geworden. jetzt ertappe ich mich aufgrund dieses hintergrundwissens allerdings manchmal bei dem gedanken, dass die eine oder andere formulierung einem älteren und erfahreneren schriftsteller vielleicht nicht passiert wäre. oder es liegt an der übersetzung. das nervt mich eh zunehmend: lese ich übersetzte bücher, versuche ich ständig, das original zwischen den zeilen zu finden, sozusagen. aber das original zu lesen, bin ich dann wieder zu faul.
ich muss mich DIE TAGE mal auf die suche machen nach dem neuen cocorosie album in gebraucht. und nach neuen kopfhörern für mein handy.
prost, auf die nächsten 200×200x200×200x…
ps. ich sitze hier an einem sehr alten mac mit einem sehr alten internet explorer. und hier sehe ich statt meines schönen bildes oben nur einen großen rosa block (die schrift ist allerdings zu sehen) und die sidebar befindet sich rechts ganz UNTEN statt oben. falls das irgendwem sonst auch so geht, bitte melden. das wäre nett.
gestern war hebstanfang und pünktlich dazu war wunderbarstes wetter. sonnig, warm. der fußboden auf dem balkon fühlte sich an, wie nordseestrand.
am samstag hatte ich mir im kino sehr spontan AUF DER ANDEREN SEITE angeschaut. ganz wunderbarer film. die junge deutsche vielleicht ein bisschen überzeichnet in ihrer extrem emotionalen gutherzigkeit. die alte deutsche eine sehr aufrechte, vom geistigen durchstrahlte (verstrahlte) waldorfmutter. waldorfschüler werden wissen, was ich meine.
ich mag furchtbar gern, wenn deutschtürken miteinander reden und permanent türkisch und deutsch mischen. auf deutsch werden zum beispiel so behördensachen benannt; krankenkasse, steuererklärung, mietminderung. aber nicht dass du denkst, der ganze rest türkisch. manchmal ganze sätze deutsch oder satzteile und das immer munter durcheinander. und so eben auch im film.
ich fühlte mich ein wenig an BABEL erinnert, vielleicht wegen der schicksalhaft verknüpften episoden die in verschiedenen teilen der welt spielen. ich fand babel eher mittel, sogar im rückblick ziemlich mittel, extrem mittel geradezu. diesen hier aber im gegenteil fast schon großartig. sehr gut jedenfalls. zum beispiel weil sich die personen immer schicksalhaft und um haaresbreite NICHT begegnen. natürlich auch wegen der musik und wegen der wunderschönen episode, in der sich die junge deutsche und die junge türkin verlieben. es hat eine große zartheit.
nachdem ich gestern auf einem flohmarkt hier in der gegend (! das ist eigentlich wirklich keine gegend, in der man einen flohmarkt erwarten würde) war und eine single von jaques palminger und felix kubin, von deren existenz ich bis dahin nichts gewusst hatte, erstand (2 euro), ging ich abends in PRINZESSINNENBAD. ich hatte gar nicht mehr gehofft, den nochmal zu sehen, aber siehe da. hat mich auch sehr begeistert. kann ich aber nichts zu sagen, außer vielleicht:
ich fand interessant, wie die eine der drei freundinnen, die auch von anfang an am wenigsten eng mit den anderen beiden ist, sich immer mehr von denen entfernt über den film, wie es gegen ende schon fast unangenehm kühl wird.
wie ihr freund schon viel weiter (weil 5 jahre älter) ist und dabei aber doch noch nicht weit genug, um zu merken, wie er sie damit verletzt und wie sie das nicht versteht. mit großem ernst redet er von seinem auslandsaufenthalt und dass sie doch noch ihr ganzes leben vor sich hätten und dass das auch für sie eine chance sei, neue menschen kennenzulernen. und sie sieht aus, als müsste sie gleich weinen.
beruhigend zu sehen, dass alle drei, auch wenn die familien alle nicht mehr heile waren, zuhause geliebt und akzeptiert wurden, dass sich auf irgendeine art um sie gekümmert wurde. dass sie vielleicht auch gebraucht wurden. weil: scheußlich, sich auszumalen, was wenn nicht.
gestern habe ich angefangen, die pickwicker zu lesen.
das ist ja krass mit den astronauten, die betrunken ins all geflogen sind. ist es nicht genug, ins all zu fliegen? aber vielleicht hatten die angst. vielleicht ist es zu viel, vielleicht hält man das nicht aus, ins all zu fliegen so als mensch, vielleicht hält die menschliche psyche die unendlichkeit nicht aus. man muss sich betrinken.
lucy wirth in einem älteren zeit leben heft.
jetzt ist die sonne da, es ist fast schon wieder warm, spätsommerlich, und die schwere, drückende, manchmal alles-verzehrende sommermelancholie macht einer ganz sanften, alles zulassenden und verzeihenden und überhaupt sehr im einklang mit der welt seienden herbstmelancholie platz. oder so.
herbst ist allerdings erst morgen.
hier sind unheimlich viele veranstaltungen, die ich sehr gern besuchen würde. DIYnamics labelnacht im pudel etwa oder die gebrüder teichmann im ä ballsaal oder so, kenne ich nicht. und und und. und natürlich erdmöbel, wegen denen ich ja u.a. hier bin. aber ich glaube, ich schaue mir einfach filme an, das ist billiger und am nächsten tag gehts einem auch normal.
prinzessinnenbad, am ende kommen touristen (vielleicht), vielleicht nochmal full metal village, das bourne ultimatum, möglicherweise den woodstock film, hat wolff von amerongen konkursdelikte begangen? usw. es herrscht kein mangel.
die fingernägel meiner rechten hand wachsen, die fingerkuppen der linken verhornen. es ist schön, musik zu machen, selbst wenn man es nicht kann, es ist tröstlich.
ich habe mich für helge schneider nie interessiert, nicht mit auseinandergesetzt, ich kenne im grunde nur katzeklo und das möhrchenlied und das reislied und vielleicht sehr kurze filmausschnitte. und dann war er eine zeitlang quasi dauergast bei tvtotal und sehr lustig und auch ziemlich klug und fürchterlich sympathisch. vorgestern schaute ich MEIN FÜHRER von daniel levy und der war so mittel. völlig versaut hat ihn mir hinterher der regisseur selbst, weil er sich unheimlich gern reden zu hören scheint und infolgedessen die ganze zeit irgendwelchen blödsinn plappert, ohne jede aussage drin. ganz im gegensatz zu helge schneider. der hatte eher nicht so viel zu sagen im making of, dafür aber wenn, dann kluge und oder lustige dinge.
gestern dann habe ich den audiokommentar zu HERR LEHMANN geschaut, mit leander haußmann (reguisseur sagt der immer, statt regisseur.) und sven regener (autor). und das war jetzt lustig, weil sven regener sich auch sehr gern reden hört, offenbar diktatorisch das ganze ding (den film natürlich) überwacht hat, anderen ins wort fällt, sich aber nur ungern selbst unterbrechen lässt. und trotzdem war er natürlich unheimlich sympathisch, überraschend gebildet auch. sehr schön und manchmal sogar ein bisschen erhellend fand ich, was die beiden da zu erzählen hatten. vielleicht ein trick für andere audiokommentarsprecher: immer währenddessen ausreichend bier trinken!
oha, wovenhand haben ein neues stück, consecration, kann man sich da anhören. ich weiß noch nicht. klingt ziemlich mittelalter, so sieht auch das cover aus. ich bin gespannt, was da kommt. und vor allem WANN.
Dienstag, 18. September 2007, 13:49 | 2 kommentare
gestern war ich erneut beim zahnarzt, zweite und letzte füllung. ich war nicht ernsthaft besorgt, weil meine sorge (der zu behandelnde zahn war schon einmal behandelt worden, damals war beim bohren der nerv getroffen worden und ich hatte noch monate danach schmerzen bei jeder berührung) beim letzten mal, als ich sie ansprach, zerstreut worden war: der nerv habe sich zurückgebildet usw.
also spritze in den unterkiefermuskel, das ist ja viel unangenehmer als ins zahnfleisch, hatte ich ganz vergessen. warten, warten. unterlippe nicht so richtig dolle taub, aber egal, anfangen: AUA. gut, gleich aufhören, noch irgendeine betäubung, ich konnte nicht recht ermitteln, ob es eine spritze war oder ein ganz anderes, ungleich geheimnisvolleres gerät. wieder kurz warten, dann weiter. ich merke zwar durchaus noch was, sobald (der) die (das) karies berührt wird, oder ist es der gesunde zahn, was weiß ich, besonders bei dem rumpelbohrer am ende. aber dann ist ja auch vorbei und es gibt schlimmeres. als ich dann einige zeit später auf die straße trete, wird mir etwas schummrig und blümerant. als würde das schmerzmittel direkt in den kopf gehen um dort abgebaut zu werden oder was immer der körper mit schmerzmittel anfängt, wenn dir wirkung nachlässt. außerdem ist meine linke gesichtshälfte taub, aber das ist ja normal.
ich kaufe mir zur belohnung oder so die neue tocotronic, endlich! in der ltd edition sogar (wobei eher unnötig, was die dvd betrifft. aber die hülle sieht halt imposanter aus).
zuhause angekommen will ich etwas essen, traue mich aber nicht so recht, aus angst, mir zunge oder lippe zu zerbeißen. also warte ich. es kribbelt und mit nachlassender taubheit fangen mein unterkiefermuskel und das darüber liegende ohr an wehzutun. nicht zu knapp. ich kann meinen mund nur unter erheblichen schmerzen öffnen. also nix mit essen.
um es nicht weiter auszuweiten: es ging dann irgendwann wieder, ich musste auch nicht verhungern. heute ist wieder ganz normal und der zahn tut auch nicht weh.
ich habe das gefühl, dass ich mich mit den texten des tocotronicalbums ein wenig ZU sehr identifiziere. sag alles ab. kapitulation. dein gut ist mein gut, dein schön ist mein schön. usw.
abends schaute ich RAN, akira kurosawas adaption von king lear (was ich jetzt selber nicht erkannt hätte, aber muss ja nicht immer nur das eigene wissen sein, was hier unter die leute kommt). ich hatte befürchtet, es würde ähnlich dröge wie kagemusha werden, aber falsch gefürchtet. ganz grandios! vielleicht lieber im kino schauen, wejen die bilder und wejen monumentalfilm und alles.
jetzt mal beizeiten das original lesen.
gestern fuhr ich, es war angeblich der letzte schöne tag für eine weile, dafür aber besonders schön, nach münster, zu den skulpturen.
nun war es aber so, dass ich, kaum stand ich vor dem bahnhof, schlechte laune bekam, die auch nicht wieder wegzubekommen war, es wurde im gegenteil immer schlimmer. mich irritierten in hohem maße die radfahrer. es waren zu viele. es sah sehr unnatürlich aus: an jeder, aber wirklich an JEDER ecke standen fahrräder in großen mengen, es gab kaum stellen, wo man nicht einige davon in bewegung sah. fußgänger gab es dagegen, bis auf in der altstadt, kaum; ich fühlte mich fehl am platz. überhaupt die altstadt: viel zu alt, viel zu gut erhalten, viel zu viele cafés und teure läden und - fast ein bisschen wie italien oder so, auch die touristen usw usw. außerhalb der altstadt sah es viel zu studentisch aus. münster ist offenbar eine studentenstadt, wie eine keksdose eine keksdose ist oder ein frauenparkplatz ein frauenparkplatz. und es war zu warm. und zu voll, für die stimmung in der ich mich befand.
ich suchte zuflucht in kirchen, aber auch das half nicht: damen in stöckelschuhen und minirock meinten, während des gottesdienstes dort herumlaufen und besichtigen zu müssen, andere fotographierten mit blitz.
ich weiß nicht, ob mir die kunst unter anderen umständen besser gefallen hätte, ich fürchte allerdings, höchstens geringfügig.
ich hörte gerade das schöne hörspiel “der asoziale start in die zukunft” von david megadavid tschöpe (wo man das auch herunterladen kann, das hörspiel), der bei den kuttner senungen immer die zusammenschnitte machte… ach, ich habe keine lust, das genauer zu erklären.
jedenfalls gingen kuttner und david da in schöneberg umher und auf einmal gingen sie genau meinen weg zur sbahn, es war ein wenig surreal. vermutlich von der monumentenstraße kommend, durch die wir zum viktoriapark gingen, ich in meinen sandalen, die alle seltsam fanden; sie aber nicht zum park, sondern die hochkirchstraße hinunter, am martinskirchhof (?) vorbei, großgörschenstraße, katzler- oder mansteinstraße zur yorckstraße. manchmal bin ich nach der arbeit, um halb elf oder auch mal elf, noch zur tankstelle gegangen und habe mir ein red bull gekauft oder eine pizza.
denn uns ist ein kind geboren, ein sohn ist uns gegeben, und die herrschaft ruht auf seiner schulter; und er heißt wunder-rat, gott-held, ewig-vater, friede-fürst (…)
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