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Freitag, 30. März 2007, 21:26 | kein kommentar

vorhin auf dem weg zum einkaufen ein ostwestfälischer frühlingsregen. ich glaube tatsächlich, dass er dem regen in paderborn sehr ähnlich war. ein schöner regen.

ist ehrlichkeit eigentlich überbewertet? in der kunst, das schrieb ich, finde ich schon. also speziell in der populären musik. aber ich meine jetzt bei personen. ein grundehrlicher irgendwas. menschenschlag am besten. ich würde vielleicht sagen, dass man lügen schon vermeiden sollte, aber man muss auch nicht immer alles sagen. mir sind glaube ich tendenziell leute, die immer alles sagen, glaube ich tendenziell zuwider. ausnahmen bestätigen die regel. das geht halt oft einher mit so einem lauten, polterigen… ach, auch ein quatsch, jetzt hier so albern kategorisieren zu wollen. zum beispiel wenn man dauernd sagt: mensch du, dich find ich sympathisch, du bist mir aber sympatisch etc. muss das denn überhaupt sein? das merkt man doch. und man fühlt sich sofort verpflichtet irgendwas zu erwidern, was ähnliches sagt. es nimmt dem ganzen auch was, eine ebene, eine spannung jedenfalls.

kaufte mir heute die orkus, weil sopor aeternus drauf und drin. herrlich, köstlich, sehr sehr lustig, sympathisch, ironisch. und schöne bilder. eine ältere dame ist sie jetzt, scheinbar. dazu evtl beizeiten mal mehr. ich bin rasend gespannt auf das album und freue mich wie ein … na, ich freue mich halt sehr. obwohl und vielleicht auch weil das letzte nicht so der kracher war, wie ich fand. das vorletzte auch schon nicht wirklich. ich drohte bereits, das alles irgendwie nicht mehr so richtig zu mögen, weil es mir zu düster, zu immernurdepressiv, zu ernst war und gleichzeitig in eine nichtssagend-poppige richtung ging. und jetzt hat sie es selber gemerkt (jedenfalls den ersten teil meiner kritik) und -
aber wie gesagt: ein andermal.

vorerst sitze ich hier / und trinke ein bier.

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Freitag, 30. März 2007, 18:38 | kein kommentar

ein “interview” mit heinz strunk: teil 1, teil 2, teil 3. die anderen videos mit heinz strunk in bild und ton sind auch sehr schön.
außerdem gibt es was neues von jacques palminger & viktor marek, finde ich nicht so gut, wie den tüdeldub, aber immerhin. henry maske. huch, stimmt gar nicht mit viktor marek? jetzt bin ich verwirrt. der vollständigkeit halber: dort hab ichs her.

mehr habe ich im augenblick nicht zu sagen. ach so, doch klar: ICH SITZE HIER, VERDAMMT NOCHMAL.

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Donnerstag, 29. März 2007, 23:56 | kein kommentar

kaum hat man länger kein fernsehen MEHR, schaut man beglückt jeden scheiß: germanys next topodel schaue ich mittlerweile ziemlich gern. ohne raabs MAGAZIN danach machts natürlich nur halb soviel spaß. ich bin natürlich für tonia, weil sie irgendsowas wie die gute seele des ganzen zu sein scheint. aber um sympathie geht es da ja nicht, also bin ich für anja.

ich finde den michael mayer & tobias thomas remix von ada - maps unheimlich gut (gibts ua hier). und jetzt wollte ich sowas auch machen und habe nach kürzester zeit keine lust mehr. vielleicht klappt das mit der musik nicht mehr, weil ich keine lust habe? es langweilt mich irgendwie. und mit jedem misserfolg wirds … ich müsste da das KOGNITIVE MODELL anwenden: ich KANN es schaffen. ist mir aber ein bisschen zu TSCHACKA, das modell, glaube ich. allein der gedanke nervt mich schon. auch das ließe sich trainieren. aber ich will lieber einfach tanzen. und singen, oh ich will wieder singen. am dienstag immerhin unichor.

doch vorerst sitze ich hier und bin ganz still.

kleiner nachtrag: wosch und balzer sagen es und ich plappere es nach: pupse sind schon so ziemlich das lustigste, was es gibt. naja. eben bei wirres gesehen: reinhold beckmann pupst. ach, raab würde ich schon gern immer sehen können. vielleicht doch mal einen fernseher? man weiß es nicht genau.

24

Dienstag, 27. März 2007, 22:55 | kein kommentar

aua rücken, aua bauch, aua innen irgendwas, andere würden sagen herz. und müde auch.
trotzdem gar nicht schlechter tag.
kaffee bis zur übelkeit und rauchen, schreiben geht dann doch noch (hausarbeit).

im weisheitszahnloch sammelt sich manchmal essen. bisher habe ich es noch immer rausbekommen. aber die angrenzenden zähne sind ziemlich schmerzempfindlich, vielleicht ist da was im BUSCH.
ich trinke neuerdings immer DÖHLES AQUA. schmeckt immerhin gleichbleibend mittel, quasi die beiden namensbestandteile zusammengeworfen und gut gemischt.
jetzt weiter hausarbeit, kein kaffee mehr (oder doch?)
auch mal nett: so ausfransender text.

gezwungenermaßen sitze ich hier vermutlich noch die eine oder andere stunde.

23

Montag, 26. März 2007, 23:30 | 2 kommentare

bob dylan macht eine radiosendung. und spielt the streets.. jetzt müsste man nur noch die einzelnen sendungen irgendwo herunterladen können.

ach, wo ich hier schon so sitze: hier gibt es ein stück von der marcia blaine school for girls, über die hatte ich in der de:bug schon interessantes gelesen. gefällt mir außerordentlich gut.

22

Montag, 26. März 2007, 21:34 | kein kommentar

hat es vielleicht auch was mit der religiosität zu tun? dass, wenn die ein antrieb ist, das ganze nochmal viel mehr powerful ist? wie auch bei bach, zum beispiel.
auch beeindruckend: wenn ein musiker das was er macht wirklich kann. so bisschen eins werden mit dem instrument, dann noch die stimme. mehr als ein instrument spielen können, richtig spielen können. wenn man dann auch noch weiß, dass er autodidakt ist und noch paar mehr instrumente spielt, als die, die er auf der bühne einsetzt: umso besser.
spiritualität könnte man auch sagen. hm.

heute noch wärmer, sonniger. eisessende allerorten. in der stadt wird der boden aufwändig mit dampf und schaum gereinigt. alles lächelt. und dazwischen ich. doch kaum bin ich bei den lieben menschen, gehts.
später (vegetarischer; ich esse erstmal bis ostern kein fleisch mehr, mal sehen, wies so geht. vielleicht ja auch danach nicht mehr oder nur noch bio-.) döner.

tjahahahaha, und nun sitze ich eben wieder hier.

21

Sonntag, 25. März 2007, 13:21 | kein kommentar

zeitumstellung, frühling. sonne, wärme, kinder, schmetterling. wehmut, erinnerung, einsam, sehnsucht.

gestern abend hörte ich mal wieder einen bluemoon mit tommy wosch und michi balzer, in diversen foren war bereits heftig darüber diskutiert worden, denn im letzten drittel rief jemand an, der sich “der opfer” nannte und tommy mit schlägen und auch dem tode drohte. der hatte wohl auch schon bei bollmann angerufen, mittags. das war zuerst noch irgendwie lustig, dann eher mittel und schließlich nur noch bedrückend, doch dann kams: ein gewisser klaus meldete sich zu wort, schon etwas älter, offenbar sozialpädagoge o.ä., schwabe. und was mich völlig umhaute: auf einmal war der opfer lammfromm. ich weiß nicht, ob er nur so getan hat, ob er einen kleinen scherz trieb mit dem klaus. das hielt nicht lange, weil dann andere anriefen, die alles wieder einrissen, trotzdem. es ging wirklich ganz ganz schnell, da war er still und einsichtig.
letztens schaute ich -hüstel- germanys next topmodel, wo mir, wie damals bei big brother, sehr sauer aufstieß, dass die leute bei sowas nie rebellieren. in dem fall sollten die jungen damen sagen, von welcher ihrer konkur(r)entinnen sie meinten, sie würde nicht germanys next topmodell werden (was ist eigentlich aus germanys last topmodel geworden?). das fanden die verständlicherweise blöde, aber letztlich hat sich keine getraut, die antwort einfach zu verweigern (wobei eine sehr geschickt etwas gesagt hat wie “also WENN ich jetzt eine antwort geben WÜRDE; wenn ich MÜSSTE…” usf), geschweige denn, dass sich alle abgesprochen hätten. das war eben bei big brother sehr ähnlich, ich weiß nicht mehr genau, was da so war, aber es gab ja immer wieder situationen (außerhalb vom nominieren auch), wo sich gegenseitig diffamiert werden sollte. bei bb gab es glaube ich sogar immer wieder pläne, das einfach zu verweigern. ich verstehe es nicht, es macht mich nicht nur ein wenig traurig, dass sowas dann einfach nicht -
immer geht es letztlich doch nur um die eigene haut. hier vielleicht ein brechtzitat.
was mich dann aber bei germanys next topmodel, als ich meine verzweiflung überwunden hatte, freute und erstaunte: wie perfekt fast alle die feedbackregeln beherrschten und auch unter stress anwandten. ich muss ehrlich gestehen: vor dem studium hier habe ich sowas nicht gelernt. eventuell hätte oder hat mir mein feines sensorium für zwischenmenschliches gesagt, wies läuft, aber gelernt? und da schien mir das absolut so, als wäre das denen beigebracht worden. vielleicht lernen die sowas da?
jedenfalls: immer schön erst was positives sagen, immer davon ausgehen, dass es der eigene eindruck, eine meinung usw ist.
das wollte ich nur gesagt haben, damit hinterher keiner sagt, niemand hätte was gesagt.

JETZT sitze ich hier, aber eben ist mir zum 100sten mal in folge die milch übergekocht, das war ein aufspringen, hinrennen, runternehmen, fluchen, wischen!

20

Samstag, 24. März 2007, 21:08 | kein kommentar

… und hier sah ich bilder von snapy in aktion, sozusagen. jetzt weiß ich nicht. ist ja schon ok, so ein ding herzustellen (für die klickfaulen: das ist ein ding, mit dem man insekten fangen und unverletzt aus der wohnung entfernen kann. sie ein bisschen aus wie ein tischstaubsauger, vielleicht.) und zu verkaufen, scheint ja auch in der tat leute zu geben, die das schick finden oder praktisch oder sonstwas, das jedenfalls kaufen oder verschenken. aber wieso wird das denn auf der internetseite so angepriesen, als habe es die glas-mit-postkarte-methode die gegeben? und dann: “snapy ist ideal bei einer insektenphobie.” bidde wie? so ein käse. da nähert man sich doch nicht bis auf eine elle dem gefürchteten tier, oder etwa doch? es könnte ja gerade rechtzeitig angreifen. neeneenee, doofes produkt. allerdings haben die ein hübsches zitat von albert schweitzer am start: “Alle Lebewesen wollen nur eines: leben, ob es sich nun um Insekten, oder Menschen handelt. Erweisen wir allen Lebewesen unseren diesbezüglichen Respekt, achten wir sie als das, was sie und natürlich auch wir sind, als Lebewesen, die leben wollen.” und auf derselben seite hübsche unterseiten zu einzelnen insekten, immer nur das beste verlauten lassend.

jetzt habe ich eben versucht, was über realness in der kunst, über brechung zu schreiben, aber es haute nicht hin. ich versuchs mal anders.
bei david eugene edwards, dem sänger von wovenhand und früher 16 horsepower, merkt man zum beispiel: der macht das, weil er muss. nicht des geldes wegen, er zieht nicht irgendeine show ab oder sonstwas, es kommt da so raus. das fesselt, berührt, zieht einen in seinen bann. es knallt, könnte man sagen. und da frage ich mich: knallt es automatisch mehr, wenn die kunst aus so einem starken inneren bedürfnis heraus entsteht? rein intuitiv würde ich sagen wollen: ja. ist aber eigentlich nicht meine meinung. ich will sogar eigentlich gar nicht wissen, aus welchem grund irgendwas entsteht, es zählt, was hinten rauskommt. ich weigere mich, etwa kommerzielle musik ob ihrer kommerzialität (?) schlecht zu finden. ä - jetzt weiß ich auch nicht so recht weiter.

ich stehe mal auf, glaube ich.

19

Samstag, 24. März 2007, 17:32 | 2 kommentare

gerade war ich einkaufen und habe mir ein küchlein gekauft. und irgendwie ist mir die backshopverkäuferin ein wenig zu gesprächig. bereits gestern, als ich brot kaufte. heute fragte ich nach zimtwecken und es schien, als wolle sie mich direkt in ein gespräch darüber verwickeln. das hat nichts mit antipathie zu tun, ich unterhalte mich nur so ungern über irgendwelche tresen hinweg.
danach fischte ich einen pizzaservice aus dem briefkasten und studierte ihn auf dem weg in die wohnung. milchshakes gibt es da und wie es mir eigen ist, flüsterte ich auf dem weg nach oben “das ist ja mal nicht schlecht.”, merkte aber nicht, dass am treppenabsatz immernoch der komische typ stand, der da schon gestanden hatte, als ich losging. überhaupt steht der da immer mal und schaut aus dem fenster.
und vor ein paar tagen, abends, stand ein schlägertrupp unten im flur. einer auf der treppe, einer vor dem fahrstuhl und einer an der tür zum gang. ich grüßte, keiner grüßte zurück. auf mich schienen sie nicht zu warten. als ich nach 20 minuten wiederkam, waren sie weg, als ich jedoch, später am abend, von woanders zurückkehrte, stand einer davon an der tür.

das wetter ist wieder frühlingshaft geworden, passend dazu höre ich barocklieder.

wen ich bei dem gestrichenen musikzeug vor allem hatte erwähnen wollen: lady sovereign (hier sollte jetzt eigentlich ein link hin, aber sowohl die homepage als auch die myspaceseite sind derart aufdringlich was vonselbststartende musik betrifft, das lasse ich also.). kennt vermutlich eh schon jeder, ich nur vom namen. finde ich gut, will ich haben.
apropos myspace: vorhin wollte ich mal alle angefangenen profile von mir da löschen. ich loggte mich ein, löschte. dann wollte ich mich mit einer anderen emailadresse einloggen, um an das andere profil zu kommen, aber pustekuchen! mit jeder mailadresse, die ich probierte, gelangte ich immer auf das selbe profil. das flößt mir kein vertrauen ein.

die internetseite von katz und goldt ist erneuert worden. es gibt keine aktuellen comics (aus der zeit und titanic und so weiter) mehr, dafür aber einige ganz herzallerliebste werbefilmchen. ankieken!
und wo wir schonmal beim linken sind: ich lese so gut wie keine “blogs” mehr, man sieht es rechts bei den links (…). aber als mir irgendwann mal irrsinnig langweilig war, klickte ich mich durch die blogroll von undundund und da findet man so manches. hängen blieb ich hier. ich habe das dumpfe gefühl, das sei mir schonmal ans herz gelegt worden und ich habe nicht hören wollen. wie dumm von mir! ganz herzerwärmend, das.

und nun sitze ich hier und mache mich an die arbeit.

18

Donnerstag, 22. März 2007, 18:30 | kein kommentar

erstens ist die musikseite endlich im entstehen. man klicke oben mal auf musik, da kann man sich allerlei anhören und auch herunterladen, wenns gefällig ist.

zweitens hatte ich ja vorgestern bekanntlich eher miese laune, ich saß also den ganzen tag hier. aber weil das ja zu nichts führt, hörte ich mir wenigstens massenhaft musik an, die ich nicht kannte. zum beispiel mira calix, da hatte ich interessantes zu in der de:bug gelesen, auch früher schon, hatte mir da auch schonmal was angehört, diesmal aber mehr und ausführlicher und bin nachhaltig begeistert. dat muss ran. so elektronisch ist das, mehr kann ich eigentlich gar nicht sagen. keine elektronische tanzmusik.
dann noch viel kram, von dem einiges auch gefiel (springintgut etwa, oder


zuversicht und hoffnung statt niedergeschlagenheit und wut.
positiv statt negativ.
nur: wie geht denn das? wie soll man das machen? (wer soll das bezahlen, wer hat das bestellt, wer hat soviel pinkepinke, wer hat soviel geld.)
vielleicht erfahre ich es nächste woche, wenn es wieder heißt -

gestern nacht hat es schon wieder geschneit, als ich nach hause ging, schwer bestiefelt.

heute ist christian ulmen bei tvtotal, der hat ab nächster woche so eine serie auf pro7. das vorschaugedöns auf der pro7-seite ist nicht so irrsinnig vielversprechend, noch viel weniger verspricht der ausschnitt, den man sich da anschauen kann. naja, mal sehen.

drum sitz ich hier und singe…

17

Dienstag, 20. März 2007, 12:53 | kein kommentar

ich muss meine angewohnheit, einfach runterzuschreiben, nicht mehr durchzulesen etc, ablegen. dauernd wiederholen sich hier wörter, es ist nicht zum aushalten. und vor allem dieses sehr hartnäckige “ja”. ich achte ja (etwa so eines) eigentlich darauf, aber offenbar merke ich es selber überhaupt nicht. leider habe ich auch in diesem fall nicht genug aus meinem germanistikstudium gemacht, um das vernünftig erklären zu können. das “ja” sagt: “weißte ja”. oder? das ist doch genau das, was das “ja” tut? und in sehr vielen fällen bin ich aber der einzige, der weiß. vermutlich kommt das von dem bisher eher tagebuchartigen schreiben. aber diejenigen, die das lesen, wenn überhaupt, wissen JA vermutlich eher nicht.
und auch das “man”. davon bin ich glücklicherweise einigermaßen weg, aber ich kann rainald goetz nicht zustimmen, wenn er schreibt - nee, stimmt gar nicht, ich hatte da was durcheinander gebracht. jedenfalls wirkt der gebrauch des wortes “man” auf mich in der regel überaus unsympathisch. zumal das glaube ich eher im schriftlichen gemacht wird. als selbstbezeichnung eigentlich. und dann wird da einfach mal verallgemeinert. vielleicht unbewusst, wahrscheinlich.
diese ganzen dinge sind mir wichtig. wie mir viele dinge wichtig sind, um die zu kümmern ich dann aber einfach zu faul bin. kümmern sowohl im sinne von arbeit am selbst als auch sich informieren, auf den grund gehen. so genau muss ich es meistens nicht wissen, mir reicht, was ich mir da so zusammenspinne, vielleicht mal ein bisschen im netz schauen und gleich wieder vergessen. auch sowas, was mich bei anderen stört.
das alles schrieb ich gestern abend.
heute wachte ich um acht auf und fühlte mich komischerweise auch ausgeschlafen, blieb aber trotzdem liegen und wollte um jeden preis weiterschlafen, trotz beißenden heißhungers und hell im zimmer und so. irgendwie gings, aber fürchterliche träume. jetzt ist die laune mies und der tag schon in der mitte angekommen.

und ich sitze hier.

16

Montag, 19. März 2007, 16:02 | 2 kommentare

ganz ganz langsam kommt das wieder, kann ich wieder irgendwas machen, im sinne von musik. aber schmerzhaft, richtig schmerzhaft jetzt meine ich, ist meine weiter andauernde sprachlosigkeit. das ist ja schon sehr lang so, ich glaube den letzten guten text habe ich vor etwa 2einhalb jahren geschrieben. und auch da war es eher überraschend. mit dem ende der band damals hörte es dann irgendwann einfach auf. da waren noch ein paar gute sachen entstanden, ich glaube sogar, die besten, und dann habe ich irgendwann angefangen, instrumentales zu machen, mit dem plötzlich entflammten interesse für elektronische musik. und dann wollte ich wieder zurück und nach zurück führt aber kein weg, das ist ja bekannt. zumal ich eben einen derartigen raubbau an meiner kreativität, an mir insgesamt, betrieben habe (betreibt man raubbau? oder was tut man da, sprachlich?)… aber ich singe doch so furchtbar gern. ich würde die ganze elektonik elektronik sein lassen wollen, wenn nur wieder texte und melodien aus mir herausflössen, wie früher. doch, mir ist klar, dass das nicht von selbst kommt, dass das auch arbeit ist, aber das ist es ja nicht nur. ich habe es oft versucht aber ich merke, dass da etwas nicht mehr ist, was da früher war. vielleicht war das auch eine jugendliche unbekümmertheit, die einen dinge eher sagen oder singen lässt, bei denen ich jetzt eher zurückschrecke. schließlich sind die einzigen dinge, die ich in der richtung zustandebringe, winzigste textschnipselchen. oder aber etwas unbeholfene lyrik mit viel natur und manchmal etwas mystisch anmuten wollend. so dass ich in dem moment schon fast ein wenig ergriffen bin, mich aber zwei tage später sehr dafür schämen muss.
(man muss es nicht zum dogma erheben, pro tag genau einen eintrag zu schreiben, oder? zumal gestern…? weiß ich nicht, durch das nicht schlafen weiß ich sowieso gar nicht mehr, wann was wie wo. gestern nach gegen eins war ich sehr verwundert. ich hatte das gefühl, es wäre mehr so acht oder neun am abend)

to put - setzen, stellen, legen.

15

Montag, 19. März 2007, 14:54 | kein kommentar

Aus lauter falschen Sätzen eine Wahrheit werden lassen: Literatur. So wie jeder einzelne Pinselstrich das genau nicht ist, was er zeigt. Das wird er erst, DAS IST KLAR, in Kohärenz mit den ihn umgebenden.

schreibt rainald goetz an dieser stelle. dem ersten satz kann ich nicht so richtig widersprechen (so gern ichs würde, weil … weiß nicht. es regt sich widerspruch in mir), weil ich es erstens nicht beurteilen kann und er zweitens sowohl sagt, manche literatur sei so als auch, wenn man das hören will, alle literatur sei so. aber das mit der malerei ist einfach falsch, weil es doch natürlich neuere malerei gibt, wo der pinselstrich (in erster linie) pinselstrich ist. (oder?)
und eigentlich kann ich auch an diesem kleinen ausschnitt ganz gut festmachen, wie ich den “neuen goetz” finde:
was mich zunehmend an seiner schreibe (die sich ja nicht dramatisch verändert hat) stört, schon länger, vor beginn des blogs, ist die normativität. dass einem da ständig aussagesätze um die ohren gehauen werden, so und so ist es und NICHT anders, uff keensten, alta. und eigentlich will mir das nicht so recht in den kopf, weil es doch eigentlich auch nicht selten um zweifel geht, um das “andererseits” usw. hatte ich jedenfalls immer so verstanden. klar, es liest sich natürlich irgendwie zackig.
auch dieses… wie nennt man das? dass die sätze nicht fertig sind? wobei hier der doppelpunkt ein wort ersetzt, aber das ist ja oft noch doller. also jedenfalls dieses, was dann so einen etwas abgehackten eindruck macht, glaube ich. das fällt mir so langsam auch etwas auf die nerven. so wie ich eine zeitlang hesse unheimlich mochte und er mich dann genervt hat, irgendwann. ist halt alles doch immer ziemlich ähnlich.
andererseits ist der blog relativ voll mit sachen, wo man, wenn man mag, erstmal innehalten kann und kurz drüber nachdenken. oft auch einfach sehr lustige sachen, finde jedenfalls ich. und, wie ich irgendwoanders las und zustimmte: immernoch dieses größenwahnsinnige projekt einer mitschrift der gegenwart. einer gegenwart, müsste man sagen. das ist natürlich schon was. ganz viel verstehe ich gar nicht, kenne keine der personen usw, macht aber nix.

wer mich auch nervt, allein durch den namen schon und dann wie die in der anzeige für ihr buch aussieht und dass die eine zeitlang so hohe wellen geschlagen hat (ich weiß gar nicht womit, aber jeder fand sie toll, glaube ich), ist diese frau von schirach. aber ein beknackter nachname reicht wohl nicht, es muss ein ariadne davor. naja, ich komme drauf, weil bei rainald goetz folgendes stand:

Baldur von Schirach, Ich glaubte an Hitler, 1967
Henriette von Schirach, Der Preis der Herrlichkeit, 1975
Richard von Schirach, Der Schatten meines Vaters, 2005
Ariadne von Schirach, Der Tanz um die Lust, 2007

ach, als ich übrigens gegen halb zwei erwachte, schaute ich raus und es schneite. jetzt eher regen, zwischendrin sonne. der april kündigt sich schonmal an.

und nun sitze ich hier, schwer beladen.

14

Montag, 19. März 2007, 03:53 | kein kommentar

und jetzt ist es schon wieder bald vier. uhr in der früh. eigentlich müde bin ich nicht. schlaflosigkeit ersetzt die drogen, sagte ich vorhin, aber wenn ich überlege, die zweite nacht in folge nicht zu schlafen, scheitert diese idee an der abwesenheit jeglicher drogen.
immer wieder in meinem leben stelle ich fest: eines meiner TALENTE ist, zu vermitteln. ich könnte das. weil ich immer die andere seite vertrete, gemäßigt. ich versetze mich hinein. auch quälend auf eine art, weil ich gar nicht anders kann. (…)
ich bräuchte auch verdunklungsmittel, die wirklich das licht ausschließen, aus meinem zimmer, wenn ich das will.
man lernt viel an solchen abenden, so wenig man das vorher ahnt oder währenddessen meint.
auf dem rückweg war es sehr kalt, minusgrade, und ich dachte mir… ob es wohl gut wäre, wenn mich die liebe zu den dingen und den menschen und zur welt noch stärker und dauerhafter durchfließen würde (durchflösse), so dass ich auch auf die sprache der menschen nicht mehr achte und irgendwann, denn das ist ja vielleicht der gipfel, den man erreicht (strebe ich dahin?), überhaupt nicht mehr urteile? auch für mich nicht?
andererseits: “every man is evil, yes, and every man’s a liar….”

und nun sitze ich hier, unschlüssig, ob ich ins bett gehen sollte.

13

Sonntag, 18. März 2007, 16:47 | kein kommentar

ich mag (billige) pointen nicht. klar, wer würde schon von sich sagen, dass er billige pointen mag (kann man den satz folgendermaßen formulieren: “wer würde von sich sagen, billige pointen zu mögen”?). ich meine etwa einen loriotsketch, wo er und sie beim essen, ich glaube frühstück, sitzen und sich lauter schmähnamen für politische parteien ausdenken, mit großer lust. das ist einigermaßen komisch. aber irgendwann sagt sie zu ihm: “du isst wie ein schwein!” (oder sagt sie sogar “frisst”?) und er ist ungeheuer entrüstet. das ist die pointe und damit geht für mich alles lustige flöten. wäre das ganze geschimpfe vorher nicht gewesen, wäre auch dieses lustig, auf eine art, wenn auch bisschen kurz vielleicht. ist es wirklich das plakative, dass es zu KLAR ist, was kommt? ich weiß es nicht.
gestern war ich in der tat noch allein im ringlokschuppen, was ein fehler war. das ist nämlich möglicherweise der unangenehmste club, den ich je von innen gesehen habe. alles elend der welt ist dort versammelt. so dachte ich gestern. nun ist die stimmung natürlich weg. blöderweise war ich, hier angekommen, zu betrunken, um irgendwelche eindrücke aufzuschreiben. in mein handy notierte ich dort - irgendwas musste ich ja machen -:
“das ganze elend der menschheit. das dorf. hässliche menschen. die unfassbare dummheit, dumpfheit. alles wie vor zehn jahren, da vielleicht bei xxx im xxx. nirgends ein geschmack zu sehen und wenn doch, wird der eindruck sofort zunichte gemacht.” und kurz darauf dann: “und so kompensiere ich das ganze, indem ich fotos mache und mich daran ergötze, wenn schon an sonst nichts.”
mir ist das durchaus sehr unangenehm sowas gedacht und geschrieben zu haben. aber man muss sich “herrn sowieso als glücklichen menschen vorstellen”. als ich ankam nämlich. aber im grunde war es schon von außen irgendwie klar. und innen halt großraumdisko, das gesamte bielefelder umland im alter von 16 bis 22 schien anwesend zu sein. und eben offenbar in der mehrzahl das umland. und es tut mir so leid, das sagen zu müssen, aber es lässt sich ja nicht bestreiten. die musik: grauenhaft. ganz besonders im “club”, wo elektronisches lief. denn wenn elektronische musik schlecht ist, ist sie WIRKLICH schlecht. und so beeilte ich mich, möglichst viel geld dort zu lassen, lief unentschlossen ein paarmal umher, stellte fest, dass man dort auch essen kann, im grunde der einzige vorteil, andererseits auch gar kein vorteil, trank aus und war raus.
auf dem heimweg weitere alkoholzufuhr und hemmungsloses singen und tanzen zur musik im ohr. hier dann rumgesessen, musik erst gehört, dann gemacht. nicht geschlafen.

und nun sitze ich hier also ca seit zwölf stunden tatsächlich mehr oder weniger durchgehend auf diesem stuhl. vielleicht hat jemand eine vorstellung, wie sich mein rücken so ungefähr anfühlt. nee, eher nicht, denke ich.

früher -->