nicht zu aufdringlich, aber die elektronik dabei auch nicht langweilig, viele gute melodien und einfälle, dabei aber nur selten überbordend. so gut ist nur noch die homogenic, besser wirds, fürchte ich, auch nicht mehr.
vielleicht aber ja doch, man weiß es nicht.
ich weiß gar nicht, wieso ich das damals, vor ungefähr einem halben jahr, hier nicht vorgestellt habe, wo ich es wirklich fast unaufhörlich gehört habe, jeden tag mehrmals jedenfalls.
es geht um das wirklich fast schon atemberaubend schöne lied THE LAKE von antony (& the johnsons?), text von edgar allen poe.
ich muss sagen, dass ich dem antony sehr zwiespältig gegenüber stehe. das meiste gefällt mir überhaupt nicht, aber wenn mir mal was gefällt, haut es mich derart vom hocker -
mir ist auch das gesicht und alles nicht sympathisch, leider. er sieht aus, man kann es schwer anders sagen, wie ein dickes kind. mit betonung auf kind, das dicke verstärkt es nur noch ein wenig, das weiche.
deshalb dann lieber noch was zum nur hören und nicht schauen:
passend zum neuen titel dieses - man muss es ja leider sagen - blogs, der mir gestern eingefallen ist (ich spreche insgesamt lieber nicht so gern von ausdenken oder sowas, ich tue dabei ja nichts, ich hoffe, dass mein hirn das richtige macht oder vielleicht ist da ja auch irgendwas im außen, das mir irgendwas eingibt?), wollte ich gerade einen neuen header gestalten. aber zum einen habe ich kein gutes bild gefunden und zum anderen habe ich, glaube ich, die schrift nicht mehr. die NEBLOG schrift. muss der header nun also für alle zeiten so bleiben (die originaldatei habe ich natürlich sowieso nicht mehr). langsam wäre ich gern das etwas alberne “in tort, wild und bon” los, wenigstens.
arne zank hat ein neues album gemacht bzw sein erstes eigentlich, sein erstes “richtiges”, wenn man in solchen kategorien denken will, was ich katorsisch ablehne oder wie das heißt. zu diesem anlass kann man sein wirklich fantastisches tape DIE MEHRHEIT WILL DAS NICHT HÖREN, ARNE kostenlos herunterladen.
wenn das kein grund zum feiern ist, weiß ichs aber auch nicht.
draußen regnets und du duschst!
there will be blood ist ein ziemlich sauguter film. die musik auch, nur passt sie leider nicht so richtig, habe ich gefunden. darjeeling limited direkt im anschluss war nicht so gut.
hier gibt es einen mitschnitt eines tom waits konzertes in atlanta am 5.7.2008 zu hören. gute soundqualität, habe bisher nur reingehört.
ansonsten habe ich eine kleine odysee* durch verschiedene betriebssysteme hinter mir, aber ich habe eigentlich keine lust, was darüber zu schreiben. ich habe auch eigentlich keine lust, über was anderes was zu schreiben. muss man mal sehen, wie das hier weitergehen soll.
*nachtrag: ich weiß, wie man das schreibt, das war ein tippfehler!
nachdem gestern abend die seite einige stunden nicht zu erreichen war, ist jetzt der helge schneider artikel weg. leider habe ich heute den gesamten tag und abend nicht die allergeringste zeit, mich darum zu kümmern.
ich habe mehrere dumme gefühle bei der sache. eins sagt mir, ich sollte vielleicht mal mein wordpress updaten.
ein anderes sagt mir andere sachen.
insgesamt bin ich aber ziemlich, like: herrjemine, was soll das denn jetzt?!
außerdem die ganze arbeit umsonst; nach wochen endlich mal aufgerafft und keine sicherungskopie oder irgendwas…
naja.
nachtrag, es ist 23:39.
ftpzugriff geht noch immer nicht, das hatte ich heute morgen gar nicht probiert, in der anfänglichen erleichterung und eile.
jetzt weiß ich gar nicht. ich habe meinem webhoster das problem geschildert und warte auf antwort. morgen habe ich leider auch erst ab nachmittags und auch da nur kurz zeit und danach verreise ich privat für zehn tage.
jetzt ins bett.
nachtrag 2 am 15. juli um zehn nach 15 uhr.
alles geklärt, mein account “wurde umgezogen”, dabei wurden etwas ältere backups verwendet, weshalb der eintrag verschwunden ist. die ip-adresse hat sich auch geändert, deshalb kam ich per ftp nicht mehr rein. also alles nicht so wild. hätte man natürlich vorher mal ankündigen können, aber da das das erste mal ist, dass mich irgendwas stört an meinem webhoster, bin ich nicht besonders aufgebracht.
nur ist der eintrag jetzt halt weg und ich werde vermutlich in der nächsten zeit auch keine gelegenheit haben, ihn neu zu schreiben. tja.
(das hat ein flickruser mit dem sympathischen namen conor lawless gemacht.)
jaja, das hatten wir schonmal, schon klar. aber kürzlich hat mich die hypemachine auf einen remix aufmerksam gemacht, bzw ich bin erst kürzlich darauf aufmerksam geworden.
das ist mir anlass genug, euch alle versionen dieses fantastischen liedes von dieser großartigen musikerin zu zeigen, die ich besitze.
hier, guckt mal!:
das my brightest diamond lied war glaube ich nicht getaggt, oder?
neulich habe ich im radio eine sehr interessante diskussion gehört über schuld und strafe und so, eigentlich hauptsächlich strafe. es namen teil ein jurist, ein pädagoge, ein theologe und psychotherapeut und noch einer und der moderator. was sehr hängengeblieben ist: die herrschende meinung in der juristerei ist, dass strafe nie persönlich gemeint ist, man die geschichte des menschen nicht berückseichtigen kann, weil man sie nicht kennt; dass strafe einzig und allein dazu das ist, normen aufrecht zu erhalten. abschreckendes beispiel quasi: schau, DAS passiert, wenn du JENES tust!
insgesamt war und blieb die diskussion sehr anstrengend, weil sich hauptsächlich der theologe und der jurist überhaupt nicht verstanden, merkte man schon an der sprechweise: der eine sehr trocken, sachlich, exakt; der andere fabulierend, metaphorisierend, mit viel pathos und leidenschaft. dem einen ging es um den menschen und um ideale, dem anderen um die durchführbarkeit und den nutzen für alle.
deshalb nochmal in getaggt, ehrlich gesagt hauptsächlich für die mp3aggregatoren.
ich habe da sozusagen einen mix gefunden, der heißt IT’S OVER, wie das lied von roy orbison; es ist ein mix übers verlassenwerden und mir gefällt er sehr.
die tracklist sieht so aus:
1. emmett miller - lovesick blues
2. merri gail - unchained melody
3. josephine foster - warsong
4. wir sind helden - du erkennst mich nicht wieder
5. my brightest diamond - it’s over (live, mit drangeklebter ansage aus einem anderen konzert vor dem gleichen lied)
6. erdmöbel - weil du fortgehst
7. m.a. numminen - warum schweigt das telefon?
8. jay-jay johanson - escape
9. sopor aeternus & the ensemble of shadows - no-one is there
10. fursaxa - alone in the dark wood
11. emir kusturica & the no smoking orchestra - grüß gott trauer
12. slut - eifersuchtsduett
13. marissa nadler - bird song
14. jana hunter - bird
15. woven hand - ain’t no sunshine
16. cinema strange - the toad curse and how it perished in flames
17. quarks - herz bricht
18. element of crime - weißes papier
19. bob dylan - girl from the north country
20. peterlicht - du kommst nicht mehr zurück
21. roy orbison - it’s over
man kann die ganze sache hier herunterladen (entschuldigung, solche großen datenmengen gibt glaube ich mein traffic nicht her, da wäre hier ganz schnell feierabend und das WOLLEN wir doch alle nicht, oder?).
den ganzen tag über war es schwül-warm gewesen, 29° und dunstig bis bewölkt, eine hitze, die mich in meiner wohnung hatte bleiben lassen, bei geschlossenem fenster und zugezogenen vorhängen, immer in erwartung des gewitters, das sich, so hoffte ich, im westen zusammenbraute oder in einer der anderen himmelsrichtungen, die ich von meinem fenster aus nicht sehen kann.
ein wind kam auf und es wurde dunkel, dann wurde es allerdings wieder ruhig und auch heller, dann wieder dunkler -
ich entschloss mich, einfach nach draußen zu gehen und auszuharren. ich schlenderte durch den so gut wie leergefegten park, bekam ein paar müde tropfen ab, rannte übermütig und barfuß über die wiese, machte sogar aus lauter bewegungsdran ein paar liegestütze, aber der ersehnte platzregen kam nicht, im gegenteil, das getröpfele ließ wieder nach und das donnergrollen schien sich auch zu entfernen. “na gut”, dachte ich, “schreibste halt was in dein dings über jahreszeiten und stimmungen oder so, vielleicht ein paar besonders schmerzlich-drückende sommerlieder dazu, immerhin.” und ging heim. machte den laptop an. füllte mir den rest griesbrei in ein schälchen. und dann? genau.
als ich da jedenfalls so durch den park schlenderte und die bereits abkühlende luft atmete, breitete sich ziemlich plötzlich und mit macht ein gefühl in mir aus. es will sich nicht beschreiben lassen, es ließ sich schon in dem moment gar nicht fassen und begreifen; eine mischung aus tiefer traurigkeit, erleichterung, freude und noch vielen vielen anderen sachen, erinnerungen spielen auch eine große rolle. erinnerungen an sommerurlaube als kind, als es auch so roch, erinnerungen an kostbare wochen allein in der elterlichen wohnung als jugendlicher, als das wetter das gleiche war, erinnerungen an melancholische sommernächte in der stadt, als ich ebenso allein schlenderte. und das brachte mich auf den gedanken (nicht zum ersten mal), dass der sommer doch die jahreszeit ist, die am meisten aufwühlt. klar, herbst- und winterdepression, frühjahrsgefühle, aber die letzten sind eher leicht, luftig, erwartungsfroh, heiter, vielleicht auch ein bisschen drängend, aber im ganzen doch relativ klar zuzuordnen und vor allem insgesamt positiv (nicht zwangsläufig das resultat aus den gefühlen, etwa sozusagen unerfüllte frühlingsgefühle, aber das ist ja was anderes). die herbstdepression mag noch etwas von der sommerlichen hitze haben, ein bisschen sturm und drang, aber sie geht zunehmend über in die winterliche starre, das graue, das dunkel, die kälte.
vielleicht kann man die extrem vielfältigen sommerlichen gefühle wirklich als stürmen und drängen bezeichnen, vielleicht auch als sehr pubertäre jahreszeit, emotional gesehen. hermann hesse zum beispiel ist für mich untrennbar mit sommer verknüpft und das ist ja ein autor, den man meist in jungen jahren liest, stelle ich mir jedenfalls vor.
man könnte das alles noch viel weiter aufdröseln, ich könnte versuchen, (mir) zu erklären, wie ich auf diese gedanken komme, ich könnte die sogenannte meta-ebene betreten, ich könnte es auch sprachlich noch etwas daran feilen oder mich für den stellenweise auftretenden kitsch entschuldigen.
mach ich aber nicht.